Lübeck (ill) Renate Menkens von der Possehl-Stiftung, Bürgermeister Bernd Saxe und Bausenator Franz-Peter Boden griffen am Freitag zur Spitzhacke: Das war der Startschuss für den 11,2 Millionen Euro teuren Umbau der Lübecker Fußgängerzone, der rund drei Jahre dauern soll.
"Die Lübecker Altstadt bietet ein besonderes Einkaufsambiente, das jetzt noch attraktiver wird", ist sich Bürgermeister Bernd Saxe sicher. Mit dem Umbau von 14.600 Quadratmetern zwischen dem Klingenberg und dem Schrangen würden sich die Bedingungen für den Handel verbessern.
In einem ersten Abschnitt wird der Klingenberg zur Fußgängerzone. Noch vor Weihnachten soll dieses Teilstück fertig sein. Es folgt die Sandstraße, die den Klingenberg mit der Fußgängerzone verbindet. Hier werden die Gehwege deutlich breiter. Kommendes Jahr wird die Breite Straße durchgehend mit Granitplatten belegt. Sie erhält ein Wasserspiel und viele Sitzbänke. Den Abschluss der Maßnahme bildet im Jahr 2012 der Schrangen. Die Kosten von 11,2 Millionen Euro werden zum Teil von der Possehl-Stiftung (4,6 Millionen Euro) und dem Zukunftsprogramm Wirtschaft der EU (2,45 Millionen Euro) getragen. Auch die Anlieger müssen sich beteiligen. Die Stadt wird rund zwei Millionen Euro investieren.
Kritik gab es im Vorfeld am neuen Verkehrskonzept. Bisher konnten Autos von der Holstenstraße über die Schmiedestraße in Richtung Dom fahren. Das wird künftig nicht mehr möglich sein, da der Klingenberg verkehrsberuhigt wird.