Reinfeld (rtn) Feuerwehrleute, Tierschützer und Polizisten haben am zweiten Weihnachtsfeiertag insgesamt 23 Hunde und Katzen aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Lübecker Chaussee gerettet. Das komplette Haus war nach einem Küchenbrand verraucht. Da sich die Bewohnerin mehrfach während der Löscharbeiten den polizeilichen Anweisungen widersetzte und die Wohnung betreten wollte wurde sie von der Polizei zum Rettungswagen geführt und mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Seit längerer Zeit hatte sich die Frau um die zahlreichen herrenlose Hunde gekümmert, die vorwiegend aus Osteuropa stammen.

 

Die Tierschützer aus Bad Oldesloe und Rehhorst kritisierten die Art und Weise der Hundehaltung in der Wohnung: "Das sei falsch verstandene Tierliebe". Auch eine weitere Bewohnerin des Hauses fand Kritik an der Anzahl der Tiere in der Wohnung. Ihres Wissens gebe es eine Genehmigung des Hausbesitzers zur Haltung von drei , aber nicht von 23 Hunden. Die Polizei hat alle Tiere beschlagnahmt. Bis zu einer Entscheidung der zuständigen Ordnungsbehörde bleiben die Tiere im Tierheim Bad Oldesloe.

 

Feuerwehrleute der eingesetzten freiwilligen Wehren aus Reinfeld und Stubbendorf brachten zunächst die Hunde im Garten des Hauses in Sicherheit und entrauchten das Haus mit einem Druckbelüfter. Dann wurden von der Polizei Tierschützer aus dem Bad Oldesloer Tierheim und dem Tierpalast Rehhorst (Filmtierzentrum) angefordert. Alle Tiere wurden von den Helfern eingefangen und ins Tierheim gebracht. Nach ersten Erkenntnissen wurde keines der Tiere verletzt. Warum es zu dem verhängnisvollen Feuer in der Küche der Wohnung kam, ist noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt.

Im Einsatz waren: FF Reinfeld, FF Stubbendorf, Rettungsdienst, Notarzt, Polizei und Tierschützer




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