Kiel  (rtn/ots) Nichts unversucht lassen wollte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor der entscheidenden Abstimmung im Schleswig-Holsteinischen Landtag über das Lehrkräftebesoldungsgesetz. 4.000 auf Absperrband getackerte Protest-Postkarten mit dem Slogan „A 13 für Alle! Jetzt!“ präsentierten einige Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern den Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Ziel der Aktion: Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit. Denn die Landtagsmehrheit will immer noch die Lehrkräfte an Grundschulen trotz gleichlanger Ausbildung schlechter besolden als ihre Kolleginnen und Kollegen an den anderen Schularten.

„Jetzt ist die letzte Chance zu verhindern, dass der Landtag die ungerechte und überholte Besoldungsstruktur für Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte festschreibt“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke vor dem Landeshaus. „Es gibt einfach - außer althergebrachten Vorurteilen - keinen Grund, die Lehrkräfte an Grundschulen um 350 bis 450 Euro im Monat schlechter zu besolden als die übrigen Lehrkräfte.“
Die Gewerkschafterin kritisierte in diesem Zusammenhang, dass die Regierungsparteien noch nicht einmal einen Stufenplan für eine höhere Besoldung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer ins Auge gefasst hätten. „Es reicht nicht zu sagen: Wenn irgendwo irgendwann ein Bundesland über eine höhere Besoldung nachdenken würde, könnte Schleswig-Holstein vielleicht auch über diesen Schritt nachdenken, vorausgesetzt, dass wir dann eine hundertprozentige Unterrichtsversorgung haben. Eine solche Politik führt an den Grundschulen zu Frust und Unzufriedenheit“, so Astrid Henke.
Positiv bewertet die GEW die Tatsache, dass Gemeinschaftsschullehrkräfte in Zukunft nach der Besoldungsgruppe A 13 besoldet werden sollen. Aber auch hier gibt es ein erhebliches Manko. Die Besoldung der bisherigen Grund- und Hauptschullehrkräfte an Gemeinschaftsschulen wird nicht befriedigend gelöst. Sie sollen wohl bis zu acht weitere Jahre auf eine höhere Besoldung warten und zuvor auch noch nicht näher spezifizierte Fortbildungen absolvieren.

 

Hintergrund
In Schleswig-Holstein gibt es keinen Unterschied bei der Dauer der Universitäts-Ausbildung der Lehrkräfte.  Alle absolvieren ein zehnsemestriges Studium und schließen mit einem Master ab, alle mit der gleichen Zahl von 300 Leistungspunkten. Ebenso ist der Vorbereitungsdienst auf 18 Monate für alle Lehrämter festgelegt und schließt mit dem 2. Staatsexamen ab.



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