Fehmarn (rtn) In Schleswig-Holstein hat in diesen Tagen die traditionelle Reeternte begonnen. Mit speziellen Amphibienfahrzeugen wird das Reet gemäht, messerscharf schneiden die Maschinen die Halme ab. Trockene Kälte und kein Hochwasser, das sind die besten Bedingungen für eine reibungslose Ernte, sagen die Reetbauern im Land. Das Schilfrohr aus dem Norden ist beliebt, rund 300 000 große Reetbündel ernten die Bauern pro Jahr. Das Schilf hat durch seinen einzigartigen Aufbau gute Dämmeigenschaften, bietet Schallschutz und ist besonders stabil. Reet erfährt zurzeit auf dem Bausektor eine Renaissance. Seine hohe Lebensdauer von mehr als 45 Jahren und seine besonders im naturnahen Bau erwünschten Eigenschaften machen es zu einem sehr gefragten Baustoff. Reet ist atmungsaktiv , reguliert die Feuchtigkeit. Im Winter hält es die Häuser warm im Sommer kühl. Es  isoliert gut gegen Lärm, ist frostbeständig und frei von Chemie. Die heimische Reetproduktion deckt nach Angaben der Landwirtschaftskammer bislang aber nur einen Bruchteil des Bedarfs. Rund 80 Prozent des in Deutschland benötigten Reets werden aus dem Ausland importiert - hauptsächlich aus Österreich, Ungarn, Rumänien, Polen und der Türkei. So gibt es in Schleswig-Holstein nur noch wenige Flächen, auf denen eine maschinelle Reeternte Kosten deckend möglich ist, Das könnte sich bald ändern, denn in Schleswig-Holstein laufen Versuche, künstliche Reetkulturen im Binnenland anzulegen.



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