Köln (rtn) Fachkraft von morgen oder Mindestlohn und Hartz IV für immer: Welche Chancen haben Flüchtlinge am Arbeitsmarkt? Sind Schulen und Betriebe überhaupt gerüstet? Und bringen die Zuwanderer genug Wissen und Willen mit, um in unserer Arbeitswelt zu bestehen?  Thema bei "Hart aber Fair" mit Frank Plasberg.

Uwe Hück - Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG
Der Betriebsratsvorsitzende der Porsche AG ist überzeugt: Wir brauchen Flüchtlinge, denn sie sichern unseren Wohlstand! Das gelingt aber nur mit klaren Regeln und der Ansage, dass man sich ein gutes Leben auch in Deutschland hart erarbeiten muss. 

Cem Özdemir, B‘90/Grüne
Der Parteichef der Grünen stellt klar: Was Flüchtlinge brauchen, sind Integrations- und Sprachkurse – und Jobs. Kriegen wir das nicht in den Griff, stoßen wir ganz schnell an praktische Grenzen unserer Aufnahmefähigkeit.

Emilia Müller, CSU 
Die bayerische Arbeits- und Integrations-ministerin erklärt: Wer dauerhaft hier bleiben will, der muss dafür auch etwas tun. Wenn in einem Sprachkurs z.B. zehn Leute angemeldet sind und nur zwei bis zum Ende dabeibleiben, dann ist das zu wenig und gehört sanktioniert.

Ludger Wößmann - Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik
Der Wirtschafts- und Bildungsforscher an der Uni München entgegnet: Ein Großteil der Flüchtlinge ist nicht ausreichend qualifiziert und spricht kein Deutsch. Wer da an ein Wirtschafts-wunder glaubt, ist naiv oder ignoriert die Wirklichkeit.

Petra Bosse-Huber
Die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche mahnt: Wir dürfen auf dem Arbeitsmarkt nicht die Schwachen gegen die Schwächsten ausspielen. Kein Flüchtling kann sich von heute auf morgen integrieren. Was wir brauchen sind viel Kraft, Zeit und genug Geld.

Im Einzelgespräch: Detlef Tabbert, Die Linke
Detlef Tabbert wurde 1961 geboren. Nach dem Abitur studierte er Staats- und Rechtwissenschaften in Potsdam. Im Anschluss arbeitete er als Hochschulstaatswissenschaftler, im Anschluss als Bereichsdirektor in einem Agrarbetrieb. 1990 begann er ein Fernstudium der Finanzwissenschaften, nach Abschluss machte er sich selbständig. Er war 20 Jahre lang für eine Leasinggesellschaft für Agrarmaschinen im Vorstand. 2010 wurde er zum Bürgermeister von Templin gewählt, seitdem ist er auch Mitglied bei der Linken. Quelle: WDR



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