(rtn) Er plädiert für brutale Folter und die Todesstrafe, will Muslime nicht ins Land lassen und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen: Donald Trump kommt mit seinen radikalen Positionen bei überraschend vielen amerikanischen Wählern an. Wer kann den "derzeit gefährlichsten Mann der Welt" ("Spiegel“) stoppen? Hillary Clinton, die Favoritin bei den Demokraten, nimmt den Milliardär bereits ins Visier. Politische Beobachter erwarten in den nächsten Monaten eine Schlammschlacht. Thema bei Menschen bei Maischberger im WDR.

Tom Buhrow
Für die ARD berichtete er über drei Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA, interviewte unter anderem George W. Bush im Weißen Haus. Für den langjährigen Washington-Korrespondenten ist dieser Super Tuesday mit der Reizfigur Donald Trump so spannend wie außergewöhnlich. Denn sein Erfolg kam relativ unerwartet. "Blickt man auf die Präsidentschaftswahlen der letzten Jahrzehnte, dann hat sich aber auch gezeigt, dass Amerika immer wieder seine Mitte findet“, sagt der heutige WDR-Intendant.

John Kornblum
„In Deutschland wäre ein reicher Kandidat suspekt. In den USA kommt das dagegen gut an“, erklärt der ehemalige amerikanische Botschafter den Erfolg von Donald Trump. Der habe im Laufe seiner Karriere gelernt: „Sei aggressiv, sag das Unmögliche, bring deinen Gegner aus der Fassung – und du kommst weiter, als du dir je erträumt hast!“ Allerdings habe der Immobilien-Tycoon keine Ahnung, was er als Präsident machen würde, glaubt John Kornblum, der von einem Wahlsieg Hillary Clintons im November ausgeht.

Hans-Christian Ströbele
Grundrechtsverletzungen, Spionage, Kriegstreiberei: Das Verhältnis zu den USA hält der Grünen-Politiker seit Jahren für belastet. Daran änderte auch der einstige Hoffnungsträger Obama nichts, von dem sich Hans-Christian Ströbele tief enttäuscht zeigt. George W. Bush wollte er nach dem Irakkrieg vor dem Internationalen Gerichtshof wegen Mordes anklagen lassen. Würde unter einem Präsidenten Donald Trump eine neue "Ära des Krieges“ drohen? Große Hoffnungen setzt der mit 76 Jahren älteste Bundestagsabgeordnete seiner Partei in den Sozialisten Bernie Sanders.

Nadja Atwal
Vor 14 Jahren zog die gebürtige Norddeutsche in die USA. Heute führt sie eine eigene PR-Firma in New York. Auch für Donald Trump hat sie gearbeitet und unterstützt seine Kandidatur. "Ein Unternehmer im Weißen Haus würde den USA gut tun", glaubt Nadja Atwal: „Er führt schon so lange erfolgreich sein Unternehmen und ist international vernetzt.“ Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten sei Trump direkt und authentisch: „Nach all den Berufspolitikern wünscht sich Amerika jetzt einen Outsider.“

Debra Milke (saß 22 Jahre unschuldig in US-Todeszelle)
Einen "amerikanischen Albtraum“ nannte der "Spiegel“ die Lebensgeschichte der gebürtigen Berlinerin Debra Milke, die 22 Jahre lang unschuldig in einer US-Todeszelle einsaß. Sie wurde beschuldigt, den Mord an ihrem vierjährigen Sohn in Auftrag gegeben zu haben. In einem Aufsehen erregenden Prozess wurde die Deutsch-Amerikanerin 1991 aufgrund eines gefälschten Geständnisses zum Tode verurteilt, obwohl sie ihre Unschuld beteuerte. Erst 2015 ordnete ein US-Berufungsgericht ihre  Freilassung an und nannte das Urteil einen "Schandfleck in der Justizgeschichte Arizonas“. Quelle: WDR



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