(rtn/ots) Ausgetretenes Ammoniak hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz in Barmstedt geführt. Menschen wurden nicht verletzt. Die Ursache und die Schadenshöhe sind unklar.

 

 

Mitarbeiter eines Betriebes hatten den Schaden am Donnerstag um 23.46 Uhr über den Notruf 112 gemeldet. Die Leitstelle in Elmshorn entsandte daraufhin einen Zug der FreiwilligenFeuerwehr Barmstedt, eine Teileinheit des ABC-Dienstes/LZG Kreis

Pinneberg sowie einen Rettungswagen und einen Notarzt.  Während der Notarzt schnell wieder einrücken konnte, wurde die Feuerwehrkomponente im Einsatzverlauf um Vollalarm für die primär alarmierten Einheiten sowie Alarm für die FF Groß Offenseth-Aspern erhöht.

 

Die erste Erkundung ergab eine Bestätigung des Meldebildes
vom Notruf: In einem 20 Quadratmeter großen Raum war das bei  einer
Temperatur von -30 Grad Celsius flüssige Ammoniak ausgetreten. Die 19
Mitarbeiter des Betriebes hatten diesen bereits unverletzt verlassen.
Sie verbrachten die Zeit in der Kantine in einem Nebengebäude.
Ammoniak  geht bei Raumtemperatur in einen gasförmigen Zustand über.
Er hat einen stechenden Geruch und eine leicht ätzende Wirkung. Der
betroffene Raum konnte nur von Kräften in Chemikalienschutzanzügen
(CSA) betreten werden. Denen gelang es, einen weiteren Austritt zu
unterbinden. Der Raum wurde anschließend mit Hilfe von Drucklüftern
belüftet. Gleiches galt für einen Teil des weiteren Firmengebäudes.
Der ABC-Dienst/LZG nahm in Windrichtung im angrenzenden Stadtgebiet
(u.a. Stettiner Straße, Danziger Straße, Krützkamp) mehrfach
Messungen auf Ammoniak vor. Der Geruch war hier deutlich wahrnehmbar,
die Messwerte lagen aber immer unterhalb einer
gesundheitsgefährdenden Schwelle. Trotzdem wurde die Bevölkerung -
unter anderem über Radio und soziale Medien - aufgefordert, Fenster
und Türen geschlossen zu halten. Der LZG Kreis Steinburg lieferte
noch in der Nacht zusätzlich benötigte Prüfröhrchen. Der Einsatz
wurde um 6.40 Uhr am Freitagmorgen beendet. Kräfte Feuerwehr  FF
Barmstedt  FF Groß Offenseth-Aspern ABC-Dienst/LZG Kreis Pinneberg
KFV Pinneberg: Kreiswehrführer Frank Homrich, Pressesprecher LFZ
Kreis Steinburg zusammen: 73 Kräfte Außerdem: Polizei, Rettungsdienst

 

Quelle und Fotos: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg



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