(rtn/ots) Rund fünf Monate nach den schweren Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg hat die Polizei am Dienstag 25 Objekte der linken Szene in acht Bundesländern durchsucht - unter anderem in Hamburg und Niedersachsen.

Im Rahmen des heutigen Einsatzes der Soko "Schwarzer Block" wurden
insgesamt 25 Durchsuchungsbeschlüsse gegen 22 Beschuldigte im Alter
zwischen 17 und 50 Jahren in acht Bundesländern (Hamburg,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen,
Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Berlin) vollstreckt. Die
Maßnahmen erfolgten im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren im
sogenannten "Rondenbarg-Komplex" wegen des Verdachts des besonders
schweren Landfriedensbruchs am Morgen des 07.07.2017.

Bei dem Einsatz waren insgesamt 583 Beamte aus acht Bundesländern
beteiligt, davon 49 Beamte der Soko "Schwarzer Block".

In zwei Fällen (1x Göttingen, 1x Stuttgart) wurden Wohnobjekte
durchsucht, bei denen es sich um Zentren der linken / autonomen Szene
handelt. Dabei kam es in Göttingen beim Betreten des Objektes zu
einer Widerstandshandlung eines unbeteiligten Bewohners gegen die
Einsatzkräfte. Im weiteren Verlauf sammelten sich Personen an der
polizeilichen Absperrung und skandierten gegen die polizeilichen
Maßnahmen.

Vor dem linken Zentrum in Stuttgart kam es ebenfalls zu einer
Ansammlung mehrerer Personen des linken Spektrums. Auch hier war es
im Vorwege zu einer Widerstandshandlung gegen die Einsatzkräfte
gekommen.

Die Durchsuchungen der sonstigen Objekte verliefen weitgehend
störungsfrei.

Im Zuge der Durchsuchungen stellten die Beamten u.a. folgende
Gegenstände als Beweismittel sicher:

-    26 Labtops bzw. PC -    35 Mobiltelefone -    diverse Speichermedien -
ein Baseballschläger -    eine Machete -    ein Teleskopschlagstock -    eine
Armbrust mit Pfeilen -    ein Schlagring -    eine Schusswaffe (vermutlich
Druckluft) -    mehrere Stahlkugeln -    mehrere Reizstoffsprühgeräte -    21
pyrotechnische Gegenstände (sogenannte Polenböller, darunter mehrere
Eigenlaborate) -    diverse Vermummungsgegenstände


Polizeipräsident Ralf Martin Meyer zu dem heutigen Einsatz: "Die Ermittlungen kommen gut voran. Ziel ist es, die Drahtzieher der G20-Krawalle zu identifizieren und sie dafür zur Verantwortung zu ziehen." Die Ermittlungen der Soko "Schwarzer Block" dauern an



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