(rtn) Bei einem Wohnhausbrand in Hamburg sind am frühen  Mittwochmorgen 13 Menschen verletzt worden, fünf von ihnen schwer. Bei zwei Hausbewohnern besteht Lebensgefahr. Laut Hamburger Polizei ist einer der lebensgefährlich Verletzten, ein 52-Jähriger seinen Verletzungen erlegen und im Krankenhaus verstorben.



Das Feuer brach gegen 5 Uhr im Erdgeschoss eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses in der Stemwarder Straße in Jenfeld aus. Die Feuerwehrleitstelle hatte nach den ersten Notrufen ein Großaufgebot von Rettungskräften zum Einsatzort geschickt. Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte fanden einen ausgedehnten Wohnungsbrand einer Erdgeschosswohnung in einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus vor, der sich auf das 1. Obergeschoss ausgebreitet hatte und in das zweite Obergeschoss überzulaufen drohte.

 

Die Alarmstufe wurde daraufhin auf "Feuer 2, Menschenleben in Gefahr" erhöht. Sofort wurde die Menschenrettung über tragbare Leitern auf der Rückseite des Gebäudes durchgeführt. Hier standen mehrere Personen an Fenstern und einem Balkon und riefen um Hilfe. Durch den sehr stark verrauchten Treppenraum drangen Trupps unter Atemschutz ebenfalls in das Gebäude vor und retten mehrere Personen mit Fluchthauben.

 

Ein lebloser Mann wurde von den Einsatzkräften im Treppenhaus gefunden, eine leblose Frau in der Wohnung im 1. Obergeschoss. Beide wurden unter laufender Reanimation in Notfallkrankenhäuser befördert.

 

Auf Grund der Vielzahl an betroffenen und verletzten Personen wurde die Notfallstufe "Massenanfall von Verletzten" zusätzlich ausgelöst, das ein Großaufgebot an Rettungsdienstkräften bereitstellt. Insgesamt wurden 13 verletzte Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet, hiervon wurden zwei lebensgefährlich verletzt, drei schwer und sechs leicht. Weiterhin verletzte sich ein Feuerwehrmann im Einsatz am Fuß. Alle 14 Personen wurden in Krankenhäuser befördert. 16 betroffene aber unverletzte Personen überwiegend aus dem Nachbargebäude wurden in einem Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg während des Einsatzes betreut. Insgesamt waren 30 Menschen durch den Brand betroffen.

Der Brand, der aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen war, konnte mithilfe von drei C-Rohren gelöscht werden. Durch das beherzte Eingreifen der Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren konnte ein Übergreifen des Feuers auf die Wohnung im 2. Obergeschoss verhindert werden. Die Wohnungen im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss sind vom Feuer betroffen und stark beschädigt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Eingesetzte Kräfte: 2 Löschzüge der Berufsfeuerwehr, 2 Freiwillige
Feuerwehren, 4 Führungsdienste (FL-Dienst, A-Dienst, B-Dienst,
Bereichsführer FF), 1 Umweltdienst, 1 Wechselladerfahrzeug mit
Abrollbehälter Atemschutz, 10 Rettungswagen, 2
Notarzteinsatzfahrzeuge, 1 Notarztwagen, 2 Leitender Notarzt, 1
Organisatorischer Leiter RD, 1 Großraumrettungswagen, 1
Pressesprecher, insgesamt 82 Einsatzkräfte








rtn media ID: 32673


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