Der Baakenpark erhebt sich als 1,6 Hektar große, künstlich errichtete Halbinsel aus dem  Baakenhafen und ist das grüne Herzstück der östlichen HafenCity. Am 5. Mai wird Hamburgs neue grüne Stadtinsel, die mit einer schwungvollen Brücke mit der Nordseite des Quartiers verbunden ist, im Rahmen eines Eröffnungsfestes durch den Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher feierlich eröffnet.

 

Das gesamte Wochenende des 5. und 6. Mai über bieten sich für die Besucher des Parks viele Möglichkeiten, die bewegte Parklandschaft, den knapp 15 Meter hohen „Himmelsberg“, Hügel, Wiesen, Spielflächen und die neue Baakenparkbrücke zu erkunden. Zusätzlich offeriert das Eröffnungsfest ein breites Programm aus Sport, Musik, Kleinkunst, „Insel-Kino“, nachbarschaftlicher Begegnung und kulinarischen Entdeckungsreisen. Noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier nahmen der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäfts-führung der HafenCity Hamburg GmbH und Felix Schwarz, Geschäftsführung von Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, den Park bei einem Presserundgang in Augenschein.


„Der Baakenpark ist ein Beispiel dafür, dass großstädtische Dichte sehr gut mit grüner Lebensqualität einhergehen kann. In der HafenCity wird mit dem Baakenpark der dritte Park eröffnet, der im neuen Stadtteil Erholungsort und zugleich sozialer Treffpunkt ist“, hebt Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher die Bedeutung des neuen Parks hervor.


Die Idee zu diesem Park auf dem Wasser war im Rahmen der Masterplanüberarbeitung in 2010 von der HafenCity Hamburg GmbH vorgeschlagen worden. Die östliche HafenCity sollte mit der Halbinsel ein grünes Zentrum und mit einer zusätzlichen Brücke eine neue Verbindung der nördlichen und südlichen Uferseiten erhalten, die zuvor durch das lange Hafenbecken getrennt waren: „Der Baakenpark erfüllt zusammen mit der Brücke die wichtige Funktion einer direkten internen Verbindung des Quartiers. Nord- und Südseite wachsen so zusammen, und der Nordteil wird durch die Halbinsel wunderbar aufgewertet. Doch die Halbinsel ist auch noch sehr viel mehr: Für die künftigen Bewohner und Besucher wird der Baakenpark die ‚grüne Seele‘ der östlichen HafenCity und ein nachbarschaftlicher Begegnungsort umgeben von Wasser sein“, beschreibt Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, die Ideengeschichte der Halbinsel.


Die ersten Gebäude am Baakenhafen sind eröffnet, darunter das JUFA Hotel Hamburg HafenCity, daneben sind schon die ersten Bewohner des Quartiers Baakenhafen eingezogen. Noch in 2018 gehen direkt südlich des Baakenparks die zweite Grundschule der HafenCity und eine große Kita in Bau. Rund um das Hafenbecken werden bis 2021 in den beiden Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken insgesamt rund 3.600 Wohnungen und circa 15.500 Arbeitsplätze entstehen. Mit dem Quartier rund um den Baakenhafen wird eine Art nachhaltiges „urbanes Dorf“ inmitten der Großstadt entwickelt, ein grünes durchmischtes Wohn- und Freizeitquartier für Familien, Studenten und Senioren und einem hohen Anteil an geförderten Wohnungsangeboten, aber auch mit Arbeitsplätzen. Das Quartier Elbbrücken ganz im Osten der HafenCity hat zudem den kosmopolitischen Charakter eines urbanen Zentrums mit spektakulären Hochhäusern, Hotels und Geschäftshäusern.


Für die Gestaltung der neuen 67 Meter langen Fuß- und Radwegebrücke hatte die HafenCity Hamburg GmbH im Frühjahr 2013 einen Wettbewerb mit sechs sehr renommierten Teilnehmerteams aus Ingenieuren und Architekten ausgelobt. Die Entscheidung war für das Team gmp Generalplanungs-gesellschaft mbH (Architekten), Hamburg, zusammen mit Knippers Helbig GmbH (Ingenieure), Stuttgart gefallen. Im Juni 2017 konnte sie mit einem 300-t-Schwimmkran eingehoben werden.
Die freiraumplanerische Gestaltung des Baakenparks entstand auf der Basis des Entwurfs von Atelier Loidl Landschaftsarchitekten aus Berlin, das 2012 den freiraumplanerischen Wettbewerb gewonnen hatte. Mitten im Hafenbecken gelegen, stiftet die Halbinsel von überall sichtbar als aufregende Landmarke mit spannungsvoller Topographie und charakteristischer Vegetation die Identität für die beiden Quartiere Baakenhafen und Elbbrücken. Durch das Einschneiden von Blickbeziehungen bilden sich mehrere Parkteile, die sich in unterschiedliche Höhenniveaus und Nutzungsangeboten deutlich voneinander unterscheiden.


Das westliche Plateau stellt eine großzügige, zusammenhängende Spiellandschaft mit ca. 3.000 m² Grundfläche dar. Hauptattraktion ist der ‚Treibgut-Spielplatz‘, der in unterschiedlichen ‚Themenkisten‘, darunter eine gemütliche Wohnzimmerkiste, eine Matsch-Kiste, eine Kiste im Aquarium-Stil sowie eine Rutschen- und Labyrinthkiste, verschiedenste Bewegungsabläufe und Spielformen ermöglicht. Das mittlere Plateau ermöglicht mit seiner großzügigen Rasenfläche und punktuellen Spielorten viele Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, aber auch das gemeinsame Familienpicknick unter Obstbäumen. Das östlichen Plateau wird durch die weithin sichtbare besondere Attraktion des Parks geprägt: der Himmelsberg. Pyramidenartig fällt der circa 15 Meter hohe Himmelsberg an drei Seiten steil ab, Gräsermatten und ein Röhrichtgürtel hüllen ihn in ein grünes Gewand. Erschlossen wird die Halbinsel durch einen umlaufenden Weg entlang der Uferböschung.


Felix Schwarz, Geschäftsführung von Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, erläutert die Entwurfsidee des Parks: „Der Park befindet sich ja inmitten des ehemaligen Hafenbeckens, mit seinen linearen Kanten, stählernen Ufereinfassungen und steinernen Promenaden. Unser Ziel war es, hier einen unverwechselbaren Ort mit einer starken eigenen Identität zu schaffen. Der Park sollte deshalb eine überraschende und wilde Landschaft werden, mit einer zerklüfteten Uferlinie, mit grünen Böschungen bis ins Wasser und einer markanten Topografie. Ein Park, der zum Entdecken einlädt und der sich erst mit dem Begehen erschließt. Mit überraschenden Perspektivwechseln, mit belebten Treffpunkten, aber auch mit ruhigeren, entlegenen Orten.“


An den Gestaltungsideen waren auch die späteren Nutzer des Parks intensiv beteiligt: Zwei mehrtägige Kinderworkshops im Jahr 2015 unter Beteiligung des HafenCity Kinderbeirats (Kinder mehrerer Grundschul- und Vorschulgruppen der Katharinenschule) hatten im Besonderen den Spielplatz auf dem westlichen Plateau zum Inhalt. Unter dem übergeordneten Thema ‚Treibgutkisten‘ wurden von den einzelnen Gruppen Spielideen entwickelt. Anschließend integrierten die verantwortlichen Landschaftsarchitekten des Büros Atelier Loidl aus Berlin die Ideen der Kinder in den Gesamtentwurf.
Bevor der grüne Park mit dem Wiesen, Hügeln, Spiel- und Sportflächen gebaut werden konnte, musste allerdings zuerst eine künstliche Halbinsel im Hafenbecken gebaut werden. Dauert es in der Natur Jahrhunderte oder Jahrtausende, bis sich eine Insel aus dem Wasser erhebt, so konnte man in der HafenCity am Baakenhafen über mehrere Jahre dem Bau der rund 1,6 Hektar künstlichen Halbinsel quasi zusehen. Für die Aufschüttung der neuen Halbinsel wurde Elbe-Sand nur wenige Kilometer flussaufwärts östlich der Norderelbbrücken entnommen, wo die Fahrrinne der Elbe ohnehin regelmäßig von Sedimentablagerungen freigehalten werden muss.

Auch die ökologischen Ansprüche waren sehr hoch: So wurden für die Halbinsel keine harten Kaiwände, sondern Böschungen mit kleinen künstlichen Riffen geschaffen und teilweise durch einen Schilfgürtel ergänzt. Zusätzlich schaffen unter Wasser sogenannte „Gabionenkörbe“, die mit Natursteinen gefüllt sind, Rückzugsorte für kleinere Fische und andere Wassertiere. Mit dem Bau des Baakenparks gehen zwar Wasserflächen verloren, doch als Ausgleich ist jetzt eine aquatische Flora und Fauna geschaffen worden, die ökologisch wesentlich hochwertiger sein wird als jene an den senkrechten Kaimauern.



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