(rtn(sg) Es sollen die schlimmsten Regenfälle seit 45 Jahren gewesen sein: Unglaubliche Mengen Regen gingen innerhalb kürzester Zeit über dem Kreis Stormarn im Süden Schleswig-Holsteins am Donnerstagabend nieder: In Oststeinbeck wurden ganze 105 Liter pro Quadratmeter in nur 20 Minuten gemessen. Die Folge waren hunderte Einsätze für die Feuerwehren, allein 200 davon in Oststeinbek.

Hier wurde die Glinder Au, ein sonst kleiner Bach, zum reißenden Strom. Der Mühlenteich, der das Gewässer sonst aufstaut, lief über, die Wassermassen rissen eine Wand und weitere Teile der historischen Alten Mühle weg. Drei Personen mussten von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden. Große Teile des Ortes stehen unter Wasser, ein Bahndamm droht abzurutschen und wurde mit Sandsäcken gesichert. Zahlreiche Häuser wurden evakuiert, eine Notunterkunft ist eingerichtet.

Derzeit kommt neben zahlreichen Feuerwehrkräften auch das Technische Hilfswerk zum Einsatz, um das Mühlengebäude und den Damm zu stabilisieren und weitere Gefahren des Hochwassers einzudämmen.

Um den Druck des Wassers auf die historische Wassermühle zu verringern, wurde mit einem Bagger ein Entlastungsgraben gebuddelt. Auch pumpten die Einsatzkräfte die ganze Nacht über Wasser aus Kellern und Gebäuden. Die Arbeit für die rund 400 Helfer wird aber noch bis in den morgigen Tag hinein andauern.



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