(rtn/ots) Monatelang wurde nach einer Serie von Steinwürfen auf die A 7 und die B 200 ermittelt. Nun hat die Polizei zwei junge Männer festgenommen. Beide kommen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg.


Nach Auskunft der Polizei wurden Donnerstagabend zwei Heranwachsende festgenommen, die im Verdachtstehen, für eine Serie von Steinwürfen von Brücken auf die Fahrbahnenim nördlichen Streckenabschnitt der BAB 7 und der B 200 verantwortlich zu sein.

Die Serie begann im Februar 2018. Bisher werden der Serie 19 Taten
zugeordnet. Eine  Vielzahl der Taten ging glimpflich aus, in einigen
Fällen entstand geringer Sachschaden. Festzustellen war allerdings,
dass die geworfenen Steine mit der Zeit größer wurden und es am
Dienstagabend (08.05.18)  gegen 22:30 Uhr zu einer folgenschweren Tat
kam:

Eine Autofahrerin wurde von einem großen Stein schwer verletzt,
der von einer Autobahnbrücke bei "Gottrupel" auf ihren Wagen geworfen
wurde. Der Stein wurde durch die Frontscheibe geworfen, traf die
Fahrerin am Oberkörper und durchschlug im Anschluss die Heckscheibe.
Um Haaresbreite wäre das Opfer, das noch lange an den Folgen der
Verletzungen leiden wird, tödlich getroffen worden.

Seitdem ermittelt das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion
wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Die nun festgenommenen 18 und 19 Jahre alten Männer gerieten nach
wochenlanger und akribischer Ermittlung in den Fokus der
Kriminalpolizei Flensburg. In den vergangenen Wochen wurden intensive
polizeiliche Maßnahmen durchgeführt.  An den Ermittlungen waren
verschiedene Dienststellen der Polizeidirektion Flensburg über einen
langen Zeitraum mit einem hohen Kräfteansatz beteiligt. Die
Aufklärung dieses Falles wurde von allen eingesetzten Kräften mit
höchster Priorität verfolgt.

Am Donnerstagabend wurden die beiden Heranwachsenden gegen 21:00
Uhr festgenommen. In der polizeilichen Vernehmung räumten sie ein,
für zahlreiche Steinwürfe von verschiedenen Autobahnbrücken
verantwortlich zu sein. Die genaue Beteiligung der Tatverdächtigen an
den jeweiligen Taten ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die beiden Tatverdächtigen kommen aus dem Kreisgebiet
Schleswig-Flensburg und sind polizeilich bisher nicht einschlägig in
Erscheinung getreten. Die Motivlage lässt sich derzeit nicht
erklären.

Die beiden Beschuldigten werden am heutigen Freitag dem
Haftrichter beim Amtsgericht Flensburg vorgeführt.



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