(rtn) Die Kaimauern in der Hamburger Speicherstadt und entlang des Zollkanals werden in den kommenden Jahren umfangreich saniert. Die Maßnahmen in der Speicherstadt werden voraussichtlich bis Ende 2024 dauern und circa 80 bis 90 Millionen Euro kosten. Für die Sanierung am Zollkanal, die 2028 abgeschlossen sein soll, ist mit Kosten von bis zu 100 Millionen Euro zu rechnen.  


Nach intensiven Vorplanungen der 2016 eigens dafür eingerichteten Projektgruppe unter Federführung des Landesbetriebes Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) können die Arbeiten in den kommenden Jahren nun systematisch und nachhaltig durchgeführt werden. In der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Speicherstadt sind die zum Teil über 100 Jahre alten Kaimauern auf einer Länge von insgesamt rund 2.600 Metern sanierungsbedürftig, im Bereich des Zollkanals sind es noch einmal 1.650 Meter. Die Maßnahmen in der Speicherstadt werden voraussichtlich bis Ende 2024 dauern und circa 80 bis 90 Millionen Euro kosten. Für die Sanierung am Zollkanal, die 2028 abgeschlossen sein soll, ist mit Kosten von bis zu 100 Millionen Euro zu rechnen.  

Dazu Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten nur punktuell Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden, können wir nun mit der nachhaltigen Sanierung der Kaimauern starten. Für die Speicherstadt mit ihrem einzigartigen Gebäude-Ensemble ist das eine großartige Nachricht. Damit bewahren wir Hamburgs historisches Erbe und machen es zugleich fit für die Zukunft. Die Steuerungsgruppe unter Leitung des LIG hat hervorragende Planungsarbeit geleistet. Genauso wie bei unseren Straßen und Brücken gehen wir jetzt auch den Sanierungsstau an dieser für unsere Stadt so bedeutenden Stelle systematisch an.“  

Dazu Thomas Schuster, Geschäftsführer Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen: „Unser Ziel war die Entwicklung einer nachhaltigen Sanierungsmethode für die Kaimauern, die einerseits wirtschaftlich ist, andererseits den bestehenden unterschiedlichen Anforderungen in der Speicherstadt gerecht wird. Seit dem Start des Projekts wurden deshalb umfangreiche Untersuchungen zu Bausubstanz und Zustand der Kaimauern durchgeführt. Eine der zentralen Maßnahmen im Rahmen der Sanierungsarbeiten wird eine Baugrundverbesserung mit einem verdichteten Material und eine Anhebung der Fleetsohle um bis zu einen Meter sein, in Kombination mit einer Rückverankerung der Wände. Die Entscheidung, welche konkrete Sanierungsmaßnahme an einer bestimmten Stelle zum Einsatz kommt, wird aber jeweils von den unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten abhängig gemacht.“

Hintergrund:

Die Kaimauern in der Speicherstadt und am Zollkanal (südliche Uferseite) sind zum Teil über 100 Jahre alt. Sie weisen an einigen Stellen Schäden, insgesamt aber auch Alters- und Abnutzungserscheinungen auf. Die Standsicherheit der Kaimauern und der historischen Gebäude in der Speicherstadt ist derzeit noch gewährleistet, es besteht keine akute Gefährdung. Um die Standfestigkeit der Kaimauern jedoch langfristig und nachhaltig zu sichern, ist eine grundlegende Sanierung notwendig.

Die Speicherstadt wurde über einen Zeitraum von 40 Jahren erstellt. Die Bauweisen der Kaimauern und Speicher sind daher unterschiedlich. Die Bodenverhältnisse sind inhomogen, die Kaimauern wurden teilweise im Krieg beschädigt und wieder aufgebaut. Daher ist der Zustand der Kaimauern uneinheitlich und einige Bereiche mehr „abgenutzt“ als andere. Die stärker betroffenen Bereiche unterliegen einem intensiven Monitoringsystem, um Veränderungen kurzfristig zu erkennen.

2016 wurde schließlich ein behördenübergreifendes Projekt unter der Federführung des LIG begonnen, um die erforderlichen Bestandsuntersuchungen und Sanierungsplanungen systematisch durchzuführen und zentral zu koordinieren. Die Sanierung steht dabei im Spannungsfeld zwischen den Vorgaben des Denkmalschutzes und den Anforderungen der Barkassenschifffahrt. Auch gilt es, bei der Sanierung die heutigen Normen zur Statik und Bausicherheit zu erfüllen, die zusätzliche Trag- bzw. Sicherheitsreserven vorsehen. Quelle Pressestelle des Hamburger Senats



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