(rtn) Schleswig-Holstein setzt ab sofort auf mobilen Sichtschutz bei Unfällen auf der Autobahn. "Niemand darf aus purer Neugier Menschenleben gefährden",sagte Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs, der heute gemeinsam mit dem stellvertretenden Direktor des LBV.SH, Frank Quirmbach, die mobilen Sichtschutzzäune bei der Autobahnmeisterei in Bad Oldesoe vorstellte.


Rohlfs sagte anlässlich dieses Termins außerdem: "Gaffer erhöhen das Unfallrisiko auf unseren Straßen und behindern die Arbeit der Rettungskräfte – dafür habe ich null Verständnis. Deshalb gehen wir jetzt wirksam dagegen vor."

Seit einigen Jahren ist ein unschöner Trend zu verzeichnen: Bei Unfällen im Straßenverkehr kommt es immer häufiger zu zusätzlichen Beeinträchtigungen, weil vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer langsam fahren oder gar stehen bleiben, um Fotos oder Filmaufnahmen mit Smartphones zu machen. Das ist nicht nur unter Datenschutz- und Persönlichkeitsaspekten („Recht am Bild“) gesetzeswidrig, es ist vor allem für die Betroffenen und ihre Angehörigen entwürdigend und schlichtweg inakzeptabel.

Und mehr noch: Die Unfallgaffer bringen sich damit selbst in Gefahr und riskieren sogar, dass weitere schlimme Unfälle geschehen oder Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert werden. Deshalb wird der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) im echten Norden künftig mobile Sichtschutzwände einsetzen und so den Gaffern die Sicht nehmen.

Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs und der stellvertretende Direktor des LBV.SH, Frank Quirmbach, präsentierten heute (24. Juli) gemeinsam die mobilen Sichtschutzzäune. Rohlfs sagte anlässlich dieses Termins in der Autobahnmeisterei in Bad Oldesloe: „Gaffer erhöhen das Unfallrisiko auf unseren Straßen und behindern die Arbeit der Rettungskräfte – dafür habe ich null Verständnis. Deshalb gehen wir jetzt wirksam dagegen vor.“ Er appellierte noch einmal an alle Verkehrsteilnehmer, gerade in Baustellenbereichen besonders vorsichtig und aufmerksam zu fahren. „Schützen Sie diejenigen, die für Sie die Straßen wieder schier machen!“

Quirmbach unterstrich dieses und ergänzte: "Gerade die Kolleginnen und Kollegen der Autobahnmeistereien erleben immer häufiger, dass selbst Opfer mit Handys fotografiert und gefilmt werden. Diese Bilder tauchen schnell wieder in sozialen Netzwerken auf. Das will niemand selbst erleiden."

Angefordert wird der Sichtschutz von der Polizei, und aufgebaut wird er von den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei. Rund eineinhalb Stunden nach der Alarmierung soll der Sichtschutz an der Einsatzstelle stehen. Wegen der benötigten Vorllaufsaufzeit soll der Sichtschutzzaun nur bei mehrstündig andauernden Großschadenslagen eingesetzt werden.

Die Anschaffung der Sichtschutzwände geht auf eine Initiative des Bundes zurück. Das Land Schleswig-Holstein hat sich dieser gerne angeschlossen und zwei je einhundert Meter lange Sichtschutzzäune für knapp 86.400 Euro angeschafft. Die Kosten trägt der Bund. Die zwei Sichtschutzzäune bestehen jeweils aus 44 Elementen und werden auf je einem Anhänger gelagert, der dann zum Einsatz in der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe und der Autobahn- und Straßenmeisterei Elmshorn bereitsteht.

Quelle: Verkehrsministerium SH



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