Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau und der Schleswig-Holsteinische Innenminister Hans-Joachim Grote machten es beim 15. Volksbank Rotspon Cup extrem spannend. Auf den historischen Zwölfern "Trivia" und "Cintra" segelten sie bei Leichtwindbedingungen drei spannende Rennen. Am Ende siegte Lindenau mit der "Trivia" im Entscheidungsrennen mit einem knappen Meter Vorsprung.

 

Mit an Bord der "Trivia" war die Schaupielerin Christine Neubauer, die zur Zeit als Gangsterbraut in dem Stück "Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg" am Kalkberg auf der Bühne steht: "Das war toll, actionreich, spannend und wir haben gewonnen, ich habe gekurbelt wie ein Weltmeister, freute sich Christine Neubauer nach  der Siegerehrung am Steg. Selbst gesegelt ist sie noch nicht, eine Seglerin habe ich allerdings schon gespielt. Das Rennen hat mir einen riesigen Spaß gemacht, ich würde gerne wiederkommen."

 

Für Jan Lindenau war es die erste Teilnahme am traditionellen Bürgermeisterrennen. "Ich trete an, um zu gewinnen", hatte er schon bei der Eröffnung der Travemünder Woche am Freitag angekündigt und machte es wahr.

Jan Lindenau führt die Tradition des Rennens nach der Übergabe des Bürgermeisteramtes von Bernd Saxe fort, der den Cup einst ins Leben rief. Im Vorjahr ging das Segelduell Saxe-Grote an den Ex-Bürgermeister. Bei der 15. Auflage des Volksbank Rotspon Cups verpasste Hans-Joachim Grote nur knapp die Chance, seine Niederlage auszubügeln. Grote und Lindenau lieferten sich ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen bei dem Matchrace mit einem Up-and-Down-Kurs auf der Trave.

Beim Start des ersten von drei Rennen legte Lindenau mit der Crew der „Trivia“ einen fulminanten Start hin und rauschte an Grote vorbei. Er konnte den Vorsprung bis zur Ziellinie halten. Das erste von drei Rennen war ein klarer Start-Ziel-Sieg für den Cup-Debütanten Lindenau.   

Daraufhin hatte Grote ganz offensichtlich der Ehrgeiz gepackt. Der Welpenschutz für Jan Lindenau war vorbei. Gleich an der Startlinie ging Grote mit der auf Tuchfühlung mit dem Gegner, schob sich vor das Boot seines Kontrahenten und behielt die Nase bis zur Ziellinie vorne. Auch er konnte einen eindeutigen Start-Ziel-Linie für sich und die Crew der „Cintra“ verbuchen.

Im entscheidenden Rennen schenkten sich der Bürgermeister und der Innenminister nichts. Bis zur Ziellinie machten sie es spannend. Seite an Seite fuhren die Boote auf die Ziellinie zu. Letztendlich ging der entscheidende Sieg ganz knapp an Lindenau. „Mittlerweile ist man enge Entscheidungen von mir gewohnt: Bei der Bürgermeisterwahl war es eng und hier auch wieder. Fast hatte ich schon Sorge, dass die 100-Tage-Bilanz bei dem Rennen einen ersten Fleck bekommt. Wichtig ist: Der Sieg bleibt in Lübeck“, freute sich Jan Lindenau über den Sieg mit der Crew der „Trivia“. Als Siegprämie erhielt er eine Sechs-Liter-Flasche Rotspon vom Lübecker Weinhaus von Melle. Fest steht, der neue Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau wird die von seinem Amtsvorgänger übernommene Tradition des Volksbank Rotspon Cups definitiv weiterführen.

Sein Kontrahent beim Volksbank Rotspon Cup ließ sich die Laune durch die zweite Niederlage beim traditionellen Bürgermeisterrennen nicht vermiesen. „Wir haben nicht verloren, sondern sind ganz knapp Zweite geworden. Es war ein tolles Rennen und hat Spaß gemacht. Die Travemünder Woche ist ein gutes Marketing für unser Land“, betonte Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote.

Zu einem Schreckmoment kam es direkt nach dem Rennen, als die „Trivia“ nach einem missglückten Manöver auf den Steg zufuhr. Ein Motorbootfahrer konnte die Beinahe-Kollision mit dem Steg durch schnelles Handeln abwenden. So kam die Crew mit einem Schrecken und das Boot mit einer Schramme davon.



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