(rtn) "Wacken" ist einzigartig. Unbeschreiblich. Fast Legende. Einmal im Jahr, an vier Tagen im August, ist das kleine Dorf in der norddeutschen Provinz Epizentrum, Massenphänomen und Welthauptstadt der etwas härteren Gangart.

 

Dann reisen knapp 75.000 „Metalheads“ aus der ganzen Welt zum Wacken Open Air an, um ihrer Musik und deren Hohepriestern - den größten Bands der internationalen Metal-Szene - zu huldigen. Und natürlich um gemeinsam zu feiern.


Das wird allerdings auch von einigen Kriminellen ausgenutzt. Hier der Polizeibericht:

Polizei nimmt Diebesbande und Ticketverkäufer fest

 

(ots) Auf dem Wacken Open Air ist es der Polizei gelungen ein Quartett von so genannten Zeltschlitzern festzunehmen. Die britischen Männer waren aus England angereist, um auf dem Festivalgelände Straftaten zu begehen. Sie erhielten Platzverweise, die Ermittlungen der Kripo dauern an. Ebenfalls aufgeflogen ist ein Tickethändler, der versucht hatten, bereits entwertete Eintrittskarten an den Mann zu bringen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen waren am Mittwoch vier Briten über den Hamburger Flughafen aus Manchester eingereist. Sie hatten bereits auf einem anderen Festival Diebstahlstaten begangen und waren auf unbekanntem Wege und ohne Zugangsberechtigung auf das Veranstaltungsgelände gelangt. Zwei der 34, 36, 43 und 48 Jahre altenPersonen nahm die Polizei um 03.15 Uhr auf dem Gelände fest, die anderen beiden in einem Mietfahrzeug in der Hauptstraße in Holstenniendorf. Bei sich hatten die Männer einen vierstelligen Bargeldbetrag in Euro und einige Rubel. Das Geld nahm die Polizei denBeschuldigten ab und erteilte ihnen Platzverweise. Zuvor mussten sich die Briten einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen - am Morgen verließen sie das Itzehoer Polizeirevier wieder. Die Ermittlungen dauern an.

Die Anzeige eines Geschädigten nach dem Kauf einer W:O:A-Eintrittskarte über ein Online-Portal mit anschließender persönlicher Übergabe in Wacken führte die Polizei gestern auf die Spur eines 21-Jährigen. Der nämlich hatte zwei Karten veräußert,
nachdem diese bereits entwertet worden und somit für den Käufer wertlos waren. Unter anderem dank der guten Personenbeschreibung des Anzeigenden kam die Polizei dem Tatverdächtigen auf die Schliche. Er und weitere drei mutmaßliche Mittäter erhielten Platzverweise - der aus Bremen Stammende muss sich nun wegen des Betruges verantworten. Auch in diesem Fall sind die Ermittlungen der Kripo noch nicht
abgeschlossen.

 

Ansonsten erreichten die Einsatzkräfte gestern rund 40 Anzeigen wegen Diebstahls. Unbekannte drangen vielfach in die Zelte der Geschädigten ein und stahlen überwiegend Bargeld und Smartphones. In einem Fall entwendeten Täter aus einem Fahrzeug aus dem Kreis Soest ein Laptop, das später glücklicherweise in Tatortnähe wieder gefunden wurde.

Um 20.00 Uhr fuhr ein Volltrunkener mit einem Mietwagen auf einer der Campingflächen umher. Ein Mitarbeiter der Traffic Control stoppte den Mann und alarmierte die Polizei. Einen Atemalkoholtest konnte der Beschuldigte aufgrund seines Trunkenheitsgrades nicht mehr absolvieren. Die Beamten ordneten die Entnahme einer Blutprobe an, ein Richter die Einbehaltung von 200 Euro als Sicherheitsleistung. Der Russe muss sich nun wegen der Trunkenheit im Verkehr verantworten und seine Heimreise neu organisieren, da die Autovermietung den Wagen heute abzuholen beabsichtigt.

Eine Anzeige wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand fertigten Polizisten gegen einen 29-Jährigen, der um 22.30 Uhr in der Schenefelder Straße unvermittelt auf einen 26-Jährigen einschlug. Gegenüber den Einsatzkräften verhielt sich der Beschuldigte frech, renitent und aggressiv, so dass die Beamten ihn schließlich zu Boden brachten und ihm Handfesseln anlegten. Ein Atemalkoholtest bei dem Dänen ergab einen Wert von 2,77 Promille. Der Mann musste sich der Entnahme einer Blutprobe unterziehen und kam zur Verhinderung weitere Straftaten ins Itzehoer Polizeigewahrsam.

Ein Itzehoer fiel um 21.05 Uhr dabei auf, wie er mit Drogen im Gepäck auf das Veranstaltungsgelände zu gelangen versuchte. Alarmierte Polizisten nahmen dem Mann Cannabisblüten und Hasch ab und fertigten eine Anzeige wegen dem Verstoß gegen das
Betäubungsmittelgesetz.



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