Hamburg (rtn/pwü) Hamburger Polizisten nahmen in der Nacht drei Brandstifter in Tatortnähe fest. Ein Richter erließ einen Haftbefehl. Die mutmaßlichen Täter kamen in Untersuchungshaft.
Zivilfahnder hatten die Männer beobachtet als sie ein Auto an der Ecke Felix-Dahn-Strasse zum Moorkamp anzündeten und flüchteten. Kurze Zeit später klickten die Handschellen. Eine Hundertschaft der Hamburger Polizei nahm die Täter im Rahmen der Sofortfahndung fest. Zur Sicherung der Brandspuren wurden die Hände der Verdächtigen in Schutztüten gepackt. Die Brandstiftung geschah im Rahmen der schweren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Randalierern nach dem Schanzenfest.
Nach Mitternacht hatten Krawallmacher brennende Barrikaden am Schlump errrichtet, Autos zerkratzt mit Pflastersteinen beworfen, oder in Brand gesteckt.
Die Polizei stoppte die Ausschreitungen mit Räumfahrzeugen und löschte die Brände mit Wasserwerfern ab. Dann drängten Polizisten die Randalierer in eine Seitenstraße ab. Bis nach Mitternacht lieferten sich die Randalierer Scharmützel mit der Polizei in den Nebenstraßen des Schanzenviertels.
Die Krawallmacher bewarfen die Beamten mit Flaschen, die Polizei setzte weiter Wasserwerfer ein. Bis zum frühen Morgen wurden 42 Randalierer festgenommen, interessant, dass dabei keiner aus der Schanze kam.
Elf Polizisten wurden bei den Krawallen verletzt. Insgesamt waren rund 2000 Beamte aus mehreren Bundesländern im Einsatz.
In dem Hamburger Stadtteil kommt es jedes Jahr nach dem Stadtfest im Spätsommer zu inzwischen ritualisierten Gewaltexzessen. Anwohner hatten sich bisher vergebens gegen die Gewaltexzesse gewehrt.