Köln (rtn) Zu diesem Thema diskutieren bei Sandra Maischberger u. a. Hella von Sinnen (Entertainerin), Mauretania Gregor (Astrologin), Uwe Ochsenknecht (Schauspieler) und Sylvie Kollin (Kartenlegerin).
Hella von Sinnen
"Seit meinem 12. Lebensjahr befrage ich jeden Menschen nach seinem Sternzeichen", sagt Hella von Sinnen, die durch ihre Mutter zur begeisterten Hobby-Astrologin wurde. Die Entertainerin besuchte Astrologinnen, ließ sich ein persönliches Horoskop erstellen und errechnet Aszendenten mit ihrer Aszendentenuhr. "Der Blick in meine Sternenkonstellation hilft mir, weil ich weiß, warum meine Persönlichkeit so ist wie sie ist." Astrologie hat für die Moderatorin jedoch nichts mit Glaube zu tun, "sondern mit Wissen und Erfahrung."

 

Mauretania Gregor (Astrologin)
"Deutschlands beste Astrologin" ("Bild") ist überzeugt, dass die Sterndeutung praktische Lebenshilfe für Menschen leistet. In ihren sogenannten Astro-Interviews erstellt sie Prominenten wie Harry Belafonte, Christine Kaufmann oder DJ Bobo ihr Horoskop. "Manager und Politiker gehören genauso zu meinem Kundenkreis wie die betrogene Ehefrau", sagt die frühere Lehrerin für verhaltensgestörte Jugendliche.

 

Uwe Ochsenknecht (Schauspieler)
Er hat schon mehrmals den Rat der Kartenlegerin Sylvie Kollin gesucht und bescheinigt ihr eine neunzigprozentige Trefferquote. Der Schauspieler empfiehlt das Kartenlegen in Phasen, in denen man nicht so genau weiß, wo es im Leben hingehen soll. "Man erfährt Dinge, die man verdrängt. Die rücken dann wieder ins Bewusstsein vor", sagt Uwe Ochsenknecht. Abergläubisch sei er nicht, doch appelliert er: "Man sollte sich dem Unerklärlichen zwischen Himmel und Erde nicht verschließen."

 

Sylvie Kollin (Kartenlegerin)
Die gelernte Hotelfachfrau bezeichnet sich als "Deutschlands Kartenlegerin Nr.1". Seit über zwanzig Jahren weissagt sie aus Spiel-Karten. Meistens kommen Menschen in Krisensituationen zu ihr. "Man kann aus den Karten alles lesen. Die Karten sagen, was sowieso kommt", ist Sylvie Kollin überzeugt.

Prof. Dr. Ulrich Walter (Ex-Astronaut und Physiker)
Zehn Tage verbrachte der ehemalige Astronaut im Weltall und umrundete die Erde 142 Mal. Der Naturwissenschaftler weiß: Für die meisten vermeintlich übernatürlichen Phänomene gibt es ganz einfache Erklärungen. "Der Aberglaube steckt aber tief im Menschen drin. Das kann auch die Naturwissenschaft nicht verdrängen." Der Physiker und Lehrstuhlinhaber für Raumfahrttechnik hat sich einmal die Hand lesen lasse: Ihm wurde prophezeit, wie er sterben würde.

 

Jürgen Fliege (Pfarrer)
Der Theologe fordert von der Kirche mehr Offenheit gegenüber esoterischen Praktiken. "Warum soll ein Schamane so viel schlimmer sein als der katholische Priester, der mit heiligem Öl zur Krankensalbung kommt?" Ob Tarot-Karten oder Horoskope – "Botschaften aus einer anderen Wirklichkeit sollten gerade wir Gläubigen zulassen". Natürlich gebe es in der Astrologie-Szene viele Scharlatane, aber "an der Astrologie-Kunst ist etwas Wahres dran", meint der frühere ARD-Moderator.

Michael Schmidt-Salomon (Atheist und Philosoph)
"Religion und Esoterik kann man kaum voneinander unterscheiden," meint der Atheist und Philosoph. Glaube und Aberglaube, Horoskope und Tarotkarten seien "Schabernack mit einer Menge Risiken und Nebenwirkungen." Die Naivität der Menschen werde ausgenutzt, finanzielle und gesundheitliche Gefahren könnten die Folge sein, so der Sprecher der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung, der gerade eine Streitschrift veröffentlicht hat unter dem Titel "Keine Macht den Doofen". Quelle: WDR



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