Neumünster/Bordesholm (rtn/ots)  In der Nacht kam es zu einer spektakulären Verfolgungsfahrt diverser Einsatzfahrzeuge von Zoll und Polizei auf der A 7. Sie endete mit einem Unfall bei Bordesholm.Gegen 23 Uhr wollten Polizei- und Zollbeamte mit ihren Fahrzeuge am Elbtunnel einen Pkw, wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit stoppen. Der Fahrer des Volvo, mit schwedischem Kennzeichen missachtete das Anhaltezeichen und setzte seine Fahrt auf der A 7 Richtung Norden durch den Elbtunnel und über die Landesgrenze hinweg z. T. mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h  fort.

 

In Höhe der Anschlussstelle Bad Bramstedt versuchte dann ein Einsatzfahrzeug des Polizeiautobahnreviers Neumünster das Fahrzeug aufzustoppen. Nachdem sich der Streifenwagen vor den Volvo gesetzt hatte, gelang es die Geschwindigkeit auf etwa 100 – 120 km/h zu reduzieren. Dann rammte der Volvofahrer die Funkstreife, erhöhte wiederum das Tempo und fuhr weiter Richtung Norden.

 

Es wurden erneut Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h gefahren. Ein weiterer Versuch den Wagen zu stoppen scheiterte in Höhe der Anschlussstelle Neumünster Nord.

 

Ein dritter Versuch durch ein Fahrzeug vom Zoll und einen  Streifenwagen des Polizeiautobahnreviers Neumünster den Wagen zu stoppen scheiterte in Höhe der Anschlussstelle Bordesholm auf der A 7. Hier versuchte der Volvofahrer abrupt nach rechts in die Ausfahrt zu fahren. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit überschlug sich das Fahrzeug jedoch und kam links neben der Fahrbahn um Grünbereich der Ausfahrt zu Stillstand.

 

Auch das Zollfahrzeug überschlug sich, wobei die beiden Insassen zum Glück nur leicht verletzt wurden. Der Volvofahrer versuchte nach dem Unfall zu Fuß zu flüchten, konnte aber von Beamten des Autobahnreviers festgenommen werden. Es handelte sich um einen 21 jährigen Schweden. Auch er wurde leicht verletzt. Da bei ihm der Verdacht auf Betäubungsmittelkonsum bestand wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Der Volvo war voll beladen mit der Kaudroge Khat (etwa 350 kg).

 

Sowohl an dem Volvo als auch an dem verunfallten Zollfahrzeug entstand Totalschaden. Außerdem wurden zwei Steifenwagen beschädigt. Der Gesamtschaden dürfte bei etwa 25.000 Euro liegen. Gegen den 21-jährigen wird nun wegen Einfuhrschmuggels sowie Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Insgesamt waren an der Verfolgungsfahrt drei Fahrzeuge des Zoll sowie siebn Fahrzeuge der Polizei aus Hamburg und Schleswig-Holstein beteiligt.



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