Abheben für noch mehr Sicherheit

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    Bad Oldesloe/Nütschau (rtn) Zur luftbildgestützten Lageerkundung und Informationsbeschaffung wurde die Technische Einsatzleitung Stormarn (TEL) jetzt vom Amt für Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr Stormarn mit einer hochmodernen Drohne und speziellem Zubehör ausgerüstet.

    Der am Dienstagabend in der Kreisfeuerwehrzentrale Nütschau an die Leitung der Technischen Einsatzleitung übergebene Quadrocopter dient der Lageerkundung bzw. der luftbildgestützten Informationsbeschaffung: “Eine Lageerkundung aus der Luft kann bei Verkehrsunfällen wie beispielsweise Massenkarambolagen, Unfällen mit Chemikalien-Transporten, Bahnunfällen, Unfällen in unwegsamen Geländen oder auf Wasserstraßen hilfreiche Informationen bringen. Außerdem wird das “Unmanned Aerial Vehicle” (UAV) zur Unterstützung bei der Personensuche eingesetzt. Die Technische Einsatzleitung kann dazu von den Hilfsorganisationen und Freiwilligen Feuerwehren jederzeit angefordert werden”, sagte Stephan Korffmann, Leiter der Technischen Einsatzleitung.

     

    “Auch bei Brandeinsätzen kann eine Lageerkundung aus der Luft wichtige Informationen liefern. Beispielsweise bei großen Gebäuden wie Lagerhallen oder Firmen, aber auch bei Flächen- und Waldbränden, Bränden in unwegsamen Gelände sowie Gebäudebränden in enger Bebauung. Hilfreiche Informationen bringt die Drohne auch bei flächigen Ereignissen wie Hochwasser und Unwetter. Die Einsatzstellendokumentation stellt ein weiteres Ziel dar, dass mit Luftbildern der Drohne erreicht werden kann”, erkärt Korffmann die vielfältigen Aufgaben für einen Drohneinsatz.

    “Der technische sehr aufwändige Quadrocopter ist eine DJI M 210 mit einem maximalen Abfluggewicht von 6,14 Kilogram und der Möglichkeit zwei Kameras gleichzeitig unterhalb des Kopters zu befestigen.  Ausgerüstet mit einer 30-fachen optischen Zoomkamera und  der Wärmebildkamera XC2 können Rettungskräfte  vermisste Personen selbst in entlegenen Gebieten suchen und finden. Sie hat eine sensible Spezialtechnik und zeigt jeden einzelnen Pixel als Wärmepunkt an. Für die aus den USA beschaffte Wärmebildkamera brauchten wir eine spezielle Ausfuhrgenehmigung. Das ist eine Weltneuheit, die jetzt in Stormarn zum Einsatz kommt”, sagte Jasper Heyden von Dronesperhour.

    “Insgesamt 18 Mitglieder der Technischen Einsatzleitung werden in den kommenden Wochen in zahlreichen internen Schulungen mit der Drohnen- und Kameratechnik vertraut gemacht. Dazu wurden verschiedene Arbeitsgruppen innerhalb der TEL gebildet”, sagt TEL-Chef Stephan Korffmann. “Selbstverständlich steht auch ein intensives Flugtraining auf unserem Programm. Wir stehen am Anfang, aber sind mit Elan und einer hohen Motivation dabei.” QuelleN: Mit Informationen der Feuerwehr Schillingen und Drohnesperhour