Alternativer Antrieb: Schulung für mehr Sicherheit

    156

    Stormarn (rtn) Elektroantrieb, Erdgas, Flüssiggas, Wasserstoff, und Hybridantrieb: Die Liste der mit alternativen Energien angetrieben Autos und Lastwagen wird immer länger. Die Gefahren und besonderen Anforderungen für die Rettungskräfte im Einsatz dadurch auch.

    Deshalb haben am Dienstagabend die beiden Ausbilder Björn Schreiber und Arne Grützmann vom Rescue Training Center SH die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Großhansdorf in theoretischen Beispielen anhand einer Powerpoint-Päsentation geschult und Fragen beantwortet.

    Das größte Problem sei die fehlende Norm in Europa, da waren sich die beiden Experten einig. Forderungen der verschiedenen Rettungsorganisationen nach einheitlicher Kennzeichnung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben würden seitens der Hersteller in Europa nicht verfolgt. Sinnvoll sei es eine an der Sonnenblende eine Rettungskarte anzubringen, damit die Rettungskräfte sofort sehen, wo gefahrlos Schere und Spreizer angesetzt werden können. Verschiedene Landes- und Kreisfeuerwehrverbände haben dazu „Einsatzhinweise für Unfälle mit alternativ angetriebenen Kraftfahrzeugen“ veröffentlicht und zum Download bereitgestellt wie zu Beispiel der Kreisfeuerwehrvebrand Heilbronn: https://www.kfv-heilbronn.de/download/?id=21694

    Auch ein Anlass für das Schulungsangebot war eine Tragödie auf der Landstrasse zwischen Rohlstorf und Margarethenhof im Kreis Segeberg. Dort war im August 2014 ein gasbetriebenes Auto explodiert. Der 53 Jahre alte Fahrer starb, zehn Feuerwehrleute wurden verletzt, fünf von ihnen schwer. Die Retter hatten keine Chance zu erkennen, in welche Gefahr sie sich begaben.

    Mehr Bilder