Artur Brauner ist tot – Trauer um eine Legende

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Berlin (rtn) Filmproduzent Artur “Atze” Brauner starb am Sonntag im Alter von 100 Jahren. Zusammen mit meinem Kollegen Thomas Reinecke durfte ich bei Atze Brauner eine der ganz selten von ihm erlaubten Homestorys in seiner Villa in Berlin Grunewald drehen.

Sehen Sie selbst, was für ein großartiger Mensch von uns gegangen ist.

Artur Brauner hat mit seiner 1946 gegründeten CCC-Film GmbH (Central Cinema Company) mehr als 300 Filme produziert. Er wurde in den 50er-Jahren zum erfolgreichsten deutschen Produzenten. In den 60er-Jahren waren die Karl-May- und Edgar-Wallace-Filme trotz der vom Fernsehen verursachten Kinokrise Kassenknüller.

Filmproduzent Artur Brauner wurde im Jahr 2012 auf der Berlinale in Berlin zum Ehrenmitglied der Produzentenallianz ernannt. Der 93-Jährige ist der erste, der diese Ehrung der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen erfährt. Archiv: Wir haben zum 50.ten Jubiläum der CCC-Film eine Homestory mit dem beliebten Filmproduzenten in Berlin gedreht.

Artur “Atze” Brauner, am 1. August 1918 im polnischen Lodz als Abraham Brauner geboren, war einer der erfolgreichsten und produktivsten Filmschöpfer Deutschlands. Zu seinen größten Erfolgen zählen Zeitgeschichtsdramen wie “Die weiße Rose” (1982) und “Hitlerjunge Salomon” (1990). Für das italienische Faschismus-Drama “Der Garten der Finzi Contini” von Regisseur Vittorio de Sica erhielt Brauner 1970 den Goldenen Bären der Berlinale und 1972 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Die Themen Judenverfolgung in Europa und im Dritten Reich sowie die Beschäftigung mit dem Holocaust tauchen immer wieder in den rund 300 von Brauner produzierten Filmen auf. Quelle: Spiegel

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