Asbest: Gemeindefeuerwehr Barsbüttel ab sofort außer Dienst

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    (rtn) Beim Brand einer Scheune in Stemwarde ist am vergangenen Wochenende u.a. ein Dach mit Asbestzement verbrannt. Die Bekleidung der am Brandherd eingesetzten Einsatzkräfte weisen nach einer entsprechenden Begutachtung Asbestpartikel auf. Sicherheitshalber wird deshalb die Gemeindefeuerwehr Barsbüttel sofort außer Dienst gestellt.

    Auf Nachfrage und entsprechender Aufforderung der HFUK (Hanseatische Feuerwehrunfallkasse) sind die Einsatzbekleidung, die Fahrzeuge und die Gerätehäuser zu reinigen – mit den entsprechenden Auflagen beim Umgang mit Asbest.

    Aus Fürsorgepflicht gegenüber den Feuerwehrkameradinnen und –kameraden wurde seitens der Gemeindeverwaltung umgehend eine entsprechende Reinigung in Auftrag gegeben, die den Vorgaben der HFUK entspricht.

    Die Gemeindefeuerwehr Barsbüttel ist ab sofort mit allen 4 Ortswehren nicht mehr einsatzbereit. Zwischenzeitlich sind die Feuerwehren Stapelfeld und Glinde für das Barsbütteler Gebiet zuständig.

    Es wird versucht, ab Freitag, ca. 14:00 Uhr die Ortswehr Barsbüttel mit einem Zug wieder einsatzbereit zu stellen.

    In den einzelnen Ortswehren wird die Einsatzbereitschaft schnellst möglich wieder hergestellt, teilte am Donnerstagabend der 1. stellv. Bürgermeister der Gemeinde Barsbüttel, Rainer Eickenrodt mit und veröffentlichte auf der Website der Gemeinde die Bewertung eines Gutachtens:

    “Die Auswertung der Proben zeigt, dass in Bereichen wo der Niederschlag von Brandrückständen erkennbar ist ein Nachweis von Asbestfasern oder kleinen Asbestzement-Bruchstücken nicht ausgeschlossen werden kann. Die Situation stellt sich dabei ähnlich dar wie sie an Hofflächen auftritt, auf die der Regenablauf von AZ-Dachflächen läuft. Insgesamt dürften die Flächenbelastung jedoch deutlich geringer sein.
    Eine Beprobung und Bewertung analog VDI 3877 war nicht möglich, da die Beladung der Flächen wesentlich unter der niedrigsten Bewertungskategorie von 1 gewichtetes Zählereignis je cm² liegt.

    Aufgrund der geringen Flächenbelastung mit Asbestfasern ergibt sich nach unserer Einschätzung generell keine gesundheitliche Gefährdung beim Aufenthalt im Freien.

    Für Flächen auf denen eine Staubablagerung erkennbar ist, kann vorsorglich eine Reinigung erfolgen. Für befestigte und glatte Flächen empfiehlt sich dabei eine Feucht- oder Nassreinigung. Das Abwasser kann dabei in das Siel abgeleitet werden. Fahrzeuge können in der Waschstraße normal gereinigt werden.

    Generell ist bei der Feucht- und Nassreinigung nicht mit einer relevanten Staubfreisetzung zu rechnen. Wegen der Brandrückstände werden vorsorglich Haushalthandschuhe empfohlen. Fegen oder andere stauberzeugende Reinigungsverfahren werden vorerst nicht empfohlen.

    Die Ablagerungen auf unbefestigten Flächen wie zum Beispiel Gras- und Spielflächen führen nicht zu relevanten Luftbelastungen mit Asbestfasern. Durch die Niederschläge werden die Ablagerungen, wie jeder natürliche Staub, von der Oberfläche in tiefere Lagen gespült und in das Bodenkorn eingebunden. Dieser Vorgang kann natürlich auch aktiv durch Berieselung der Flächen herbei geführt werden.

    Die zum Teil gut sichtbaren Glasfasern (2-3 cm lang weiß / gräulich schillernd) sind zwar optisch störend stellen jedoch sicher keine Gesundheitsgefahr dar. Es handelt sich dabei nicht um Asbest und auch nicht um lungengängige Fasern.

    Zum Umgang mit den Glasfasern hat der Gutachter angeregt, dass bei vorhandenen Sandkisten die oberste Schicht Sand abgetragen bzw. ausgetauscht werden kann, damit Kleinkinder beim Spielen nicht in Kontakt mit den Glasfasern kommen – auch wenn keine Gesundheitsgefährdung besteht.

    Sollte sich nach Vorlage des endgültigen Gutachtens wider Erwarten eine abweichende Gefährdungsbeurteilung ergeben, erfolgt umgehend eine weitere Information.”