Ballonfahrt: Landung mit Hindernissen

    213

    Hoisdorf (rtn) So war die Landung nicht geplant. Nach einer Fahrt durch die Lüfte über Wiesen, Felder und Wälder in Ahrensburg und Großhansdorf setzte der Pilot bei herrlichem Sonnenuntergang mit zehn Fahrgästen zur Landung auf der Hauskoppel von Landwirt Hans Hermann Koop an der Oetjendorfer Landstraße in Hoisdorf an. Zu spät bemerkte er dabei den Stacheldraht und den Elektrozaun rund um seinen Landeplatz.

    Kurzerhand stiegen mehrere Fahrgäste aus dem Korb heraus, danach „startete“ der Pilot kurz durch. Mit dicken Tauen zogen Helfer danach den Ballon mehrere Meter über die Wiese und hoben den Korb anschließend über das Hindernis. Keiner der Fahrgäste wurde bei dem außerplanmäßigen Manöver verletzt. Gestartet war der Ballon zu seiner Fahrt auf der Wiese vor dem Ahrensburger Schloss. Dort fand nach altem Brauch auch die Taufe der “Erstgefahrenen” statt.

    Dabei handelt es sich um eine alte Tradition. In der Anfangszeit der Ballonfahrt durften sich nur blaublütige Menschen mittels eines Ballons in die Lüfte erheben. König Ludwig XVI. von Frankreich erließ nach der Erfindung des Heißluftballons ein Gesetz, nach dem nur der Adel Ballon fahren durfte. Natürlich ist dies heutzutage nicht mehr der Fall, jedoch hat man hieraus den Brauch der „Ballonfahrertaufe“ und damit Aufnahme in den „Ballonadelsstand“ mit einem eigenen Namen entwickelt. Quelle: Wikipedia

    Mehr Bilder