Bilanz Hamburger Sommerdom 2021

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    (rtn) Als erste städtische Großveranstaltung seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat der Hamburger Sommerdom nach 1,5 Jahren Zwangspause wieder stattgefunden. Mit vollem Erfolg: Insgesamt waren rund 500.000 Besucher an 31 Tagen auf dem Sommerdom. Damit kamen durchschnittlich ca. 16.000 Besucher täglich, deutlich mehr als vorab erwartet. Auch die sonst schwächeren Tage Montag und Dienstag waren zum Teil ausgebucht. Trotz des wechselhaften Wetters ließen sich die Besucher ihre gute Laune nicht nehmen und sorgten gemeinsam mit den Schaustellern für eine durchgehend fröhliche Volksfeststimmung auf dem Sommerdom. „Es ist uns sehr schwergefallen, eine der ältesten Veranstaltungen unserer Stadt viermal in Folge absagen zu müssen. Umso glücklicher sind wir, dass der Sommerdom 2021 unter Pandemiebedingungen stattgefunden hat. Möglich gemacht hat es ein umfangreiches Schutzkonzept, mit dem die Stadt Hamburg als Vorbild für viele Volksfeste in ganz Deutschland vorangegangen ist. Unser Dank gilt insbesondere den vielen Besuchern, die sich bis auf wenige Ausnahmen an die Hygieneregeln und Auflagen gehalten haben“, resümiert Michael Westhagemann, Wirtschaftssenator der veranstaltenden Behörde für Wirtschaft und Innovation.

    Basis für die Durchführung des Sommerdoms war ein in der Zusammenarbeit zwischen Wirtschafts- und Gesundheitsbehörde entwickeltes Schutzkonzept. „Die vielen positiven Rückmeldungen der Besucher und Schausteller ha- ben gezeigt, dass sich die Arbeit für ein so umfangreiches Konzept gelohnt hat. Die Maßnahmen wie kostenlose Tickets, die Einbahnstraßenregelung, Einlasskontrollen, Maskenpflicht oder die 3G-Regelung haben sehr gut funktioniert.

    Der Sommerdom war zu keinem Zeitpunkt gefährdet“, erklärt Sören Lemke, Leiter des DOM-Referates. Bei dem im Veranstaltungsverlauf aufgetretenen einen Coronafall wurden die im Schutzkonzept vorgesehenen Maßnahmen ergriffen und die entstandenen Kontakte durch das Gesundheitsamt ausnahmslos zurückverfolgt.

    Mehr als 1,5 Jahre haben die Schausteller warten müssen, bis sie endlich wieder ihre Geschäfte auf dem Heiligengeistfeld aufbauen konnten. „Wir sind sehr dankbar, dass der Sommerdom nach so langer Zeit wieder stattgefunden hat. Unser Dank gilt insbesondere der Stadt Hamburg, die immer an die Durchführung des Sommerdom geglaubt hat. Wir waren vor dem ersten Wochenende schon sehr nervös, aber die Erleichterung war bei allen Kollegen spürbar, als wir dann sogar ausgebucht waren“, blickt Sascha Belli, erster Vorsitzender des Landesverbandes des Ambulanten Gewerbes und Schausteller in Hamburg e.V., zurück.

    Sein Lob richtet sich ausdrücklich an alle Besucher, die trotz der Maßnahmen den Sommerdom zahlreich besucht und eine so tolle Stimmung mitgebracht haben. Finanziell gesehen verlief der Sommerdom für die Schausteller jedoch durchwachsen. Einen großen Zuspruch erfreuten sich viele Fahrgeschäfte. „Jedoch haben die begrenzten Zeitfenster dazu geführt, dass viele Besucher wenig Zeit zum Verweilen hatten, so dass insbesondere die Gastronomie und Geschicklichkeitsspiele weniger genutzt wurden“, bilanziert Robert Kirchhecker, Präsident des Schaustellerverbandes von 1884 e.V. Eines sei aber dennoch deutlich geworden: „Die Besucher haben den Hamburger DOM vermisst und das ist für uns ein schönes Gefühl“, ergänzt Kichhecker.

    In welcher Form der Winterdom stattfinden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden. „Auf Grundlage des Sommerdom-Schutzkonzeptes, welches voll umfänglich funktioniert hat, könnten wir den Winterdom noch mal genauso durchführen. Wir hoffen jedoch auf einen positiven pandemischen Verlauf, sodass Kultur und Veranstaltungen im Allgemeinen wieder verstärkt mit reduzierten Auflagen stattfinden können“, sagt Sören Lemke. Der Winterdom soll vom 5. November bis zum 5. Dezember 2021 stattfinden. Quelle: Behörde für Wirtschaft und Innovation Hamburg

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