Bus und Rettungswagen zusammengeprallt – Viele Verletzte

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    (rtn/ots) Ein Reisebus ist im Kreis Ostholstein mit einem Rettungswagen zusammengestoßen. Dabei wurden 52 Menschen verletzt. Ein Mann zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu; für ihn besteht akute Lebensgefahr.

    Gegen 18.40 Uhr wurden diverse Einsatzkräfte von Polizei,
    Rettungsdienst und Feuerwehr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der
    Landesstraße 58 zwischen Lensahn und Cismar alarmiert. An der
    Unfallstelle war ein mit zahlreichen Schülern besetzter Reisebus mit
    einem Rettungswagen zusammengestoßen.

    Der mit insgesamt 48 Personen besetzte Reisebus schleuderte nach
    dem Zusammenstoß mit dem Rettungswagen nach rechts von der Fahrbahn
    und blieb dort stark beschädigt stehen. In dem betroffenen Reisebus
    befanden sich neben dem Busfahrer und mehreren Betreuern 38 Kinder
    und Jugendliche im Alter von 12-14 Jahren aus dem Bundesland Hessen,
    Landkreis Schwalm Eder, die sich derzeit in einem Ferienlager  an
    der Ostsee aufhalten.

    Insgesamt wurden 52 Personen bei diesem schweren Verkehrsunfall
    verletzt. Nach derzeitigem Stand waren es 42 leichtverletzte, neun
    mittelschwerverletzte und eine schwerverletzte Person. Bei dem
    schwerverletzten Mann handelt es sich um einen 22-jährigen Insassen
    des Reisebusses. Er schwebt in akuter Lebensgefahr.

    Während der polizeilichen Unfallaufnahme sowie den Rettungs-und
    Bergungsarbeiten waren in der Spitze rund 100 Einsatzkräfte vor Ort.
    Darunter Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Kabelhorst –
    Schwienkuhl und Lensahn, 38 Krankentransportwagen, Rettungswagen und
    Notarztfahrzeuge. Ein leitender Notarzt, acht Notärzte, elf
    Seelsorger und die drei Schnellen Einsatzgruppen  des Kreises
    Ostholstein kümmerten sich um die Verletzten. Die seelsorgerische
    Betreuung der betroffenen Kinder und Beteiligten wurde durch
    Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des Kreises
    Ostholstein und der Nordkirche intensiv im Ferienlager weiter
    betrieben.

    Die Unfallursache steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
    Die Ermittlungen in dieser Sache dauern weiter an. Auf Anordnung der
    Lübecker Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.
    Er nahm noch am gestrigen Abend seine Arbeit an der Unfallstelle auf.
    Die beteiligten Fahrzeuge wurden für weitere Untersuchungen
    sichergestellt. Die genaue Sachschadenshöhe steht derzeit noch nicht
    fest.

    Am Unfallort wurde die Fahrbahn voll gesperrt. Gegen 01.00 Uhr war
    die Unfallstelle geräumt und die Fahrbahn wieder frei gegeben.