Corona-Lage: Die Polizei blickt auf eine ruhige Woche zurück

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    Kiel (rtn/ots) – Auch nach der Verschärfung der Beschränkungen zum Schutz gegen die
    Ausbreitung des Corona-Virus blickt die Landespolizei Schleswig-Holstein auf
    eine ruhige Woche zurück.

    Das Aufkommen polizeilicher Einsätze im Zusammenhang mit der Einhaltung der
    Beschränkungen war überschaubar. Die Bürgerinnen und Bürger verhalten sich sehr
    besonnen, nehmen die Verhaltensregeln zur Vermeidung und Ausbreitung einer
    Infektion weiterhin ernst und halten diese größtenteils ein.

    Vereinzelt werden Verstöße gegen die Auflagen gemeldet oder durch die Polizei
    festgestellt und es werden Maßnahmen ergriffen, um den Verstößen zu begegnen.
    Das betrifft auch Ansammlungen in der Öffentlichkeit und unerlaubte touristische
    Aufenthalte. Die Polizei setzt aufgrund ihrer guten Erfahrung der vergangenen
    Tage aber weiterhin auf den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, die sich
    dankenswerter Weise in aller Regel einsichtig und kooperativ verhalten.

    Ähnlich wie am vergangenen Wochenende geht die Landespolizei Schleswig-Holstein
    auch für die kommenden Tage davon aus, dass sich mehr Menschen in der
    Öffentlichkeit bewegen werden. Deshalb wird auch an diesem Wochenende die
    Präsenz landesweit erhöht und es werden verstärkt Streifen auf
    Schleswig-Holsteins Straßen unterwegs sein. Auch die Sportboothäfen werden
    verstärkt kontrolliert. Laut einer Verfügung des schleswig-holsteinischen
    Wirtschaftsministeriums vom heutigen Freitag, 27. März, sind ab sofort alle
    Sportboothäfen an der Nord- und Ostseeküste geschlossen. Die
    Versorgungseinrichtungen stehen nicht mehr zur Verfügung, Übernachtungen,
    Gastlieger oder das Ein- und Auslaufen von Booten sind nicht mehr erlaubt.

    Erfreulicherweise stellt die Polizei fest, dass die registrierte Kriminalität im
    Land seit Beginn der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus deutlich
    zurückgegangen ist. Es stehen derzeit noch keine Zahlen der Polizeilichen
    Kriminalstatistik zur Verfügung und eine Lagebewertung auf der Datenbasis des
    polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystems ist nicht abschließend und daher von
    eingeschränkter Aussagekraft. Dennoch lässt sich sagen, dass sich die Summe
    aller festgestellten Straftaten in den vergangenen zwei Wochen nahezu halbiert
    hat. Der deutliche Rückgang der Zahlen ist in vielen Deliktsbereichen zu
    verzeichnen, von Eigentumsdelikten über Verkehrsdelikte bis hin zu
    Rauschgiftdelikten.

    Dies gilt auch für den Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls: Hier hat sich die
    Lage weiter entspannt, die Zahlen sind rückläufig. Viele Menschen bleiben
    zuhause und machen es potenziellen Einbrechern dadurch schwerer möglich,
    entsprechende Taten zu begehen. Auch die Zahl der Ladendiebstähle hat sich
    deutlich verringert, was auf die Schließung vieler Geschäfte zurückgeführt
    werden kann.

    Bei den Verkehrsdelikten hat sich die Anzahl der polizeilich bekannten Fälle
    mehr als halbiert. Viele Bürgerinnen und Bürger vermeiden aufgrund der
    derzeitigen Einschränkungen im Alltag unnötige Wege, die Straßen sind dadurch
    deutlich leerer.

    Da die Ansteckungsgefahr in und aus Gruppen heraus am größten ist, appelliert
    die Polizei auch weiterhin an die Bürgerinnen und Bürger, sich
    verantwortungsbewusst zu verhalten und auf den notwendigen Sicherheitsabstand zu
    anderen Personen zu achten!

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