Drogenplantage in Hamburg-St. Pauli entdeckt

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    (rtn) Im Rahmen eines Präsenzdienstes haben Beamte der Landesbereitschaftspolizei eine professionelle Marihuana Aufzuchtplantage in einem Mehrfamilienhaus entdeckt. Das LKA 68 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

    Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand stellten Beamte der LBP 34 im Bereich der Rendsburger Straße starken Geruch von Marihuana fest. Mit Hilfe von Anliegern konnte der Bereich auf einen Keller in einem Mehrfamilienhaus begrenzt werden. Noch während der Befragung von Anwohnern verließ ein 48-jähriger Deutscher das Mehrfamilienhaus, in dem laut eines Zeugen auffällig viele Kurzbesucher verkehrten.

    Bei der Überprüfung des Mannes fanden die Beamten einen Beutel mit Anhaftungen von Marihuana. Der Mann, der widersprüchliche Angaben zu seinem Aufenthalt in dem Gebäude gemacht hatte, wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

    Als die Beamten im Anschluss den Keller aufsuchten, trafen sie auf einen 44-jährigen Deutschen, der in dem Moment eine Kellerwohnung verließ. Da der Geruch des Marihuanas aus der geöffneten Tür stark zunahm, wurde die dahinter liegende Drei-Zimmer-Wohnung betreten und durchsucht. In einem der Räume, der ausschließlich zu einer Indoor-Plantage umgebaut worden war, fanden die Beamten 39 Marihuana-Pflanzen.

    Anschließend übernahmen Beamte des zuständigen LKA 68 die weitere Sachbearbeitung am Tatort.

    Im weiteren Verlauf der Durchsuchung wurden weitere Betäubungsmittel, Feinwaagen, Verpackungsmaterialien sowie drei griffbereite Schwerter und eine Streitaxt aufgefunden und sichergestellt.

    Die Staatsanwaltschaft ordnete zusätzlich eine Durchsuchung der Meldeanschrift des 44-jährigen in der Rudolfstraße in Hamburg-Wilhelmsburg an. Dort hielt sich zu diesem Zeitpunkt ein 34-jähriger deutscher Untermieter auf, der 130 g Marihuana und eine Feinwaage in seinem Besitz hatte. Im Rest der Wohnung konnten die Beamten ferner geringe Mengen Marihuana und weiteres, zurzeit unbenutztes Anbauequipment auffinden und sicherstellen.

    Der 34-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Der 44-jährige Deutsche wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und erkennungsdienstlichen Maßnahmen dem UG Hamburg zugeführt. Quelle und Fotos: Polizei