Einsatzbilanz Polizei – Silvesternacht in Hamburg

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    Hamburg (rtn/ots) – Anlässlich der Silvesterfeierlichkeiten hielten sich in der Spitze etwa 35.000 Besucher im Vergnügungsviertel St. Pauli auf. Im Bereich Landungsbrücken / Hafenrand hielten sich bis zu 13.000 Personen, im Bereich des Jungfernstiegs in der Spitze bis zu 4.000 Personen auf (etwa 8.000 Besucher im Bereich rund um die Binnenalster).

    Im Bereich Landungsbrücken wurden ab 23:30 Uhr zahlreiche Straßen
    für den Fahrzeugverkehr gesperrt. In der Zeit von 23:48 bis 00:15 Uhr
    wurde aufgrund des hohen Besucheraufkommens die Durchfahrt für alle
    U- und S-Bahnen am Bahnhof Landungsbrücken veranlasst. Die ersten
    Abwanderungen setzten hier bereits gegen 00:15 Uhr ein. Gegen 01:15
    Uhr hielten sich nur noch etwa 500 Personen im Bereich
    Landungsbrücken auf.

    Der Jungfernstieg wurde ab 23:03 Uhr aufgrund des
    Besucheraufkommens für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Gegen 00:30 Uhr
    kam es hier zu starken Abwanderungen der Besucher. Gegen 01:15 Uhr
    hielten sich nur noch etwa 200 Personen im Bereich des Jungfernstiegs
    auf.

    Im Bereich St. Pauli war der Hauptzulauf der Besucher in den
    Straßen Reeperbahn und Große Freiheit zu verzeichnen. Dabei verlief
    der Zulauf bis Mitternacht zunächst nur sehr schleppend. In der
    Straße Große Freiheit wurde vor dem Hintergrund des dann in der Folge
    immer stärkeren Besucherzustroms zweimal im Bereich Beatles-Platz ein
    kontrollierter Zugang für den Fußgängerverkehr veranlasst. Darüber
    hinaus wurden durch die eingesetzten Polizeikräfte niedrigschwellig
    Maßnahmen wie Personenüberprüfungen sowie Erteilen von Platzverweisen
    und Aufenthaltsverboten getroffen. Dadurch konnte eine Überfüllung
    der Großen Freiheit und die Gefahr einer Vielzahl damit
    einhergehender Straftaten wie in der Silvesternacht 2015/2016
    weitgehend unterbunden werden.

    Nach derzeitigem Sachstand wurden 126 Strafanzeigen (darunter 13
    Strafanzeigen wegen Beleidigung auf sexueller Basis, eine
    Strafanzeige wegen Verdachts der sexuellen Nötigung) gefertigt. Gegen
    69 Personen erteilten Polizeikräfte einen Platzverweis, gegen 38
    Personen wurde ein Aufenthaltsverbot verhängt. 34 Personen wurden in
    Gewahrsam genommen. Polizeibeamte nahmen darüber hinaus 16 Personen
    vorläufig fest.

    Gegen 23:50 Uhr stellten Einsatzkräfte eine Gruppe von zehn
    Personen fest, die aus dem Bereich Karolinenplatz in Richtung
    Holstenglacis / Untersuchungshaftanstalt gingen und dort bis 00:20
    Uhr den Jahreswechsel feierten. Ein versammlungsrechtlicher Charakter
    dieser Gruppe wurde nicht festgestellt.

    Sonstige Silvester-Einsatzanlässe:

    Bereits um 17:35 Uhr trat ein unbekannter junger Mann an eine
    Gruppe von 4 Jugendlichen heran, die sich auf einem Spielplatz in der
    Steilshooper Straße in Hamburg-Barmbek-Nord aufgehalten hatten.
    Dieser führte eine Luftdruckpistole mit sich und zeigte diese den
    Jugendlichen. Dabei löste sich plötzlich ein Schuss aus der Waffe und
    traf einen der Jugendlichen, einen 15-Jährigen, im Gesicht oberhalb
    des linken Auges. Dieser erlitt ein deutlich erkennbares Hämatom, das
    Auge blieb glücklicherweise unverletzt. Der unbekannte Täter
    flüchtete sofort und kann durch keinen der Jugendlichen näher
    beschrieben werden. Der 15-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.
    Das für die Region zuständige Landeskriminalamt hat die weiteren
    Ermittlungen übernommen. Zeugen, die Hinweise auf den unbekannten
    Täter geben können, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der
    Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040/4286-56789 zu melden.

    Um 22:20 Uhr zündete ein 30-jähriger Deutscher im
    Edwin-Scharff-Ring in Hamburg-Steilshoop einen selbst gefertigten
    Knallkörper. Das Selbstlaborat explodierte beim Zünden allerdings
    bereits in seiner Hand. Der Mann kam mit schweren Verletzungen in ein
    Krankenhaus. Den 30-Jährigen erwartet darüber hinaus ein
    Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

    In der Zeit zwischen 18:00 Uhr und 06:00 Uhr rückte die Polizei
    Hamburg zu insgesamt 1.624 Einsätzen aus.