Erneuter Feuerwehreinsatz im Ahrensburger Brandhaus

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    Ahrensburg (rtn) Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche musste die Feuerwehr zu einem Feuer in der Bahnhofstraße 16 in Ahrensburg ausrücken. Bereits vor einigen Tagen hatte es in der selben Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gebrannt.

    Jetzt liegt der 59-Jährige Bewohner mit Verdacht auf Rauchvergiftung im Krankenhaus – zudem steht er unter Verdacht, das Feuer selbst gelegt, oder fahrlässig verursacht zu haben.

    Durch Feuer, Hitze, Rauch und Löschwasser wurden sechs Wohnungen so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie zunächst nicht mehr bewohnbar sind. Am vergangenen Dienstag hatte es in derselben Wohnung schon einmal gebrannt. Der Bewohner hatte den Wohnzimmertisch mit Teelichtern in Brand gesetzt.

    Wenige Stunden nach dem nächtlichen Einsatz mussten die Freiwilligen Feuerwehren aus Ahrensburg und Großhansdorf erneut zum Brandort ausrücken, da von den Brandsanierern noch eine Rauchentwicklung in der Decke der Wohnung entdeckt wurde. Der Schwelbrand wurde schnell gelöscht.

    “Wir wurden um 00.43 Uhr alarmiert und trafen kurze Zeit später mit allen Ortswehren am Einsatzort ein”, sagte Jan Haarländer, Einsatzleiter der Feuerwehr Ahrensburg. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits Flammen aus der Tür heraus und auf der Rückseite des Hauses stand die Wohnung über die volle Breite des Balkons in Vollbrand.  Daraufhin haben wir die Freiwillige Feuerwehr Großhansdorf nachalarmiert.”

    In der Nacht hatten sich alle Bewohner des Hauses kurz nach dem Feueralarm rechtzeitig in Sicherheit gebracht und standen bei Eintreffen der Feuerwehrleute auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor dem Haus.

    Der mutmaßliche Brandstifter, saß auf der Wiese und beobachtete die anrückenden Rettungskräfte. Polizeibeamten brachten ihn zum Rettungswagen, dort wurde er vom Rettungsdienst untersucht und danach ins Krankenhaus gebracht.

    Seit längerer Zeit hatten mehrere Hausbewohner sich über den alkoholkranken Mann bei der Hausverwaltung, dem Ordnungsamt und dem Gesundheitsamt beschwert, sagte Marvin Sahling, der auf dem Laubengang neben der Brandwohnung seine Wohnung hat. Keiner habe sich zuständig gefühlt: “Das ist jetzt das was dabei herauskommt. Eine Wohnung die abbrennt und unserer Haus, das nicht mehr bewohnbar ist.”

    Im Innen- und Außenangriff über Schiebeleitern und der Drehleiter aus Großhansdorf waren die Feuerwehrleute in der Nacht unter Atemschutz gegen das Feuer vorgerückt. Da sich die Flammen bereits die Dämmung des Hauses ausgebreitet hatten, nahmen die Feuerwehrleute auch Teile des Hausdaches ab.

    Parallel zu den Löscharbeiten kümmerte sich der Rettungsdienst mit Notarzt, Leitendem Notarzt und dem Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes um die Hausbewohner, die frierend vor dem Sammelpunkt am Bahnhof standen. Kleine Kinder und ältere Menschen wurden bis zum Eintreffen der Schnell-Einsatz-Gruppe SEG-Stormarn des ASB und der Malteser von Großhansdorfer Feuerwehrleuten in einem Löschfahrzeug und einem Mannschaftstransportwagen (MTW) betreut.

    Danach bauten die SEG-Helfer ein beheiztes Zelt neben dem Bahnhof auf, versorgten die Hausbewohner mit heißen Getränken und gaben Decken aus.

    “Durch das Feuer sind sechs Wohnungen nicht mehr bewohnbar”, sagte Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach am Einsatzort. “Ein Großteil der rund zwei Dutzend obdachlosen Hausbewohner fand bei Verwandten und Freunden eine Unterkunft. Die restlichen Hausbewohner wurden in einem Hotel untergebracht. Wann sie wieder in das Haus zurückdürfen ist noch nicht bekannt”. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt.

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