Festnahmen und Verletzte in Flüchtlingsunterkunft

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    Hamburg (rtn) Bei Auseinandersetzungen in der Flüchtlingsunterkunft an der Kurt A. Körber Chaussee in Bergedorf wurde in der Nacht mindestens ein Asylbewerber verletzt, mehrere weitere überprüfte die Polizei und nahm mindesten zwei  junge Männer vorläufig fest. Nach Angaben der Polizei ist es in zwei Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge zu
    Auseinandersetzungen gekommen. Dabei zogen sich einige der Beteiligten leichte bis schwere Verletzungen zu.

    In der Erstversorgungseinrichtung Kurt-A.-Körber-Chaussee in
    Hamburg-Bergedorf erschienen nach bisherigem Ermittlungsstand  zwei
    Syrer (22, 38) in einem Schlafabteil der Unterkunft, um mit den dort
    anwesenden Personen einen Streit vom Vortag aufzuarbeiten. Das
    Gespräch führte schnell zu einer körperlichen Auseinandersetzung. In
    deren Verlauf schlug der 38-Jährige mit einer Holzlatte auf die
    Geschädigten ein. Ein Mann erlitt dadurch Verletzungen an den
    Oberarmen und der Schulter. Während die herbeigerufenen Polizisten
    sich einen Überblick über das Geschehen verschafften, wurden sie auf
    einen Mann aufmerksam, der in seinem Bett hyperventilierte. Er wurde
    mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde
    eine Schädelprellung und eine Schulterprellung diagnostiziert.
    Insgesamt mussten drei Männer mit Verletzungen in Krankenhäuser
    eingeliefert werden. Zeugen berichteten im Laufe der Befragungen,
    dass zwei weitere Männer (19, 20) aktiv an der Auseinandersetzung
    beteiligt waren. Die vier Tatverdächtigen wurden vorläufig
    festgenommen und dem Polizeikommissariat 43 zugeführt. Nach
    erkennungsdienstlichen Behandlungen wurden die vier Syrer entlassen.
    Insgesamt waren 29 Streifenwagen eingesetzt.

    In der Einrichtung in der Schlachthofstraße in Hamburg-Harburg kam
    es zwischen mehreren Syrern und Albanern zu körperlichen
    Auseinandersetzungen, in deren Verlauf ein 28-jähriger Syrer mit
    einem Messer am Kopf leicht verletzt wurde. Das Messer konnte am
    Tatort nicht aufgefunden werden. Der 28-Jährige konnte das
    Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Nachdem der
    Geschädigte zur Unterkunft zurückkehrte, kam es erneut zu
    Auseinandersetzungen zwischen den zuvor beteiligten Personengruppen.
    Dabei wurde  ein 23-jähriger Albaner am Kopf verletzt und in ein
    Krankenhaus eingeliefert. Um weitere tätliche Auseinandersetzungen zu
    unterbinden, wurden acht Männer in Gewahrsam genommen. Anschließend
    beruhigte sich die Lage. Es waren insgesamt 7 Streifenwagen eingesetzt.