Gelting: Vor zehn Jahren unter Wasser

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    (rtn) Damals war nach einer Woche die Erleichterung groß: „Ganz Gelting dankt allen Helfer für ihren Einsatz“, ein großes Transparent hing direkt am Ortseingang der Stadt. Schon von weitem war es zu sehen und drückte aus, was alle dachten. Starkregen hatte die Straßen im September 2011 überflutet.

    Der unermüdliche Einsatz von über einhundert Feuerwehrleuten, THW-Helfern und Rettungskräften hatte die Not im Ort etwas gelindert und den Ort wieder trockengelegt, dank vieler kräftiger Pumpen des Technischen Hilfswerks (THW).

    Die wahre Entspannung hatte damals die „Dicke Berta“ aus Holland gebracht. Das acht Tonnen-Ungetüm war pausenlos im Einsatz, förderte pro Minute rund 40 000 Liter Wasser aus der überschwemmten Aue heraus. Über den Deich wurde das Wasser in die Ostsee gepumpt. „Falls es wieder regnet, können wir die Förderleistung hochschrauben“, sagte Amtswehrführer Gert Clement . Weil das Vorland jetzt langsam trocken wird, lief das Wasser auch ohne Probleme wieder aus Gelting heraus.

    Eine Woche lang floss das Wasser nicht ab. Das Dorf ist noch immer ungeschützt. Das Wasser kann jederzeit wieder kommen. Denn in zehn Jahren hat die Gemeinde keine Lösung für einen ähnlichen, vielleicht sogar noch heftigeren Starkregen umgesetzt. Stattdessen hat man sich über die Jahre entzweit in dem sonst so beschaulichen Urlaubsort. Nicht über das Ob, sondern über das Wie. Quellen: shz, ndr, rtn

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