Gorleben: Zeitreise ins Wendland

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    Lüchow-Dannenberg (rtn) Heute vor 40 Jahren wurde mit dem Bau des Atommüll-Zwischenlagers in Gorleben begonnen. Seitdem gab es im Wendland über Jahrzehnte massive Proteste. Denn der Salzstock in Gorleben galt auch lange als potenzielles Endlager.

    Die Proteste begannen schon bald nach den ersten Bauarbeiten. Bei einer Menschenkette reichten sich 10000 Atomkraftgegner die Hände, wollten symbolisch mit einer Menschenkette den Landkreis Lüchow-Dannenberg abriegeln. Mittendrinin der Menschenmauer war auch der bekannte Öko-Bauer Baldur Springmann, den Proviant im umweltfreundlichen Jute-Sack.

    Lange vor seinem endgültigen Ziel ins Zwischenlager Gorleben hatte der Castor-Transport 2011 alle bisherigen Rekorde gebrochen. Bereits Sonntagnachmittag war er länger unterwegs als alle bisherigen Transporte bisher. Immer wieder stoppte die Fahrt weil es auf den Schienen und Straßen zahlreiche zeitaufwändige Blockaden gab. Aktivisten hatten am Wochenende auf dem entscheidenden Abschnitt gleich mehrfach die Schienen und wichtige Zufahrtsstrassen besetzt. Sowohl Atomkraftgegner, als auch Polizisten hatten für den letzten Transportabschnitt nochmals alle Kräfte mobilisiert

     

    Seitdem das Atommüll-Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben in Betrieb ist, sind 13 Castor-Transporte dorthin gefahren. 13 Mal haben Atomkraft-Gegner versucht, den Transport zu behindern. Beim vorerst letzten Castor-Transport nach Gorleben im Jahr 2011 war der so massiv wie nie zuvor.

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