Großeinsatz in Müllverbrennungsanlage

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    Hamburg (rtn) Auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage in Hamburg-Billbrook brannte in der Nacht zum Freitag ein Schornstein in rund 70 Meter Höhe. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung.

    Durch Mitarbeiter einer Müllverwertungsanlage wurde über den Notruf 112 ein
    Feuer auf dem Betriebsgelände gemeldet. Ein weiterer Anrufer berichtete von
    meterhohen Flammen. Der Löschzug der nahegelegenen Feuer- und Rettungswache
    Billstedt wurde gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Rothenburgsort-Veddel
    umgehend auf das Einsatzstichwort „Feuer“ alarmiert.

    Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein Feuer in einer Halle mit angrenzender Schornsteinanlage festgestellt. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits auf den 70 Meter hohen Schornstein übergegriffen.

    Aufgrund des vorgefundenen Lagebildes erhöhte der Einsatzleiter das Einsatzstichwort auf „Feuer 3 Löschzüge“. Ein massiver Löscheinsatz mit mehreren Strahlrohren konnte eine Brandausbreitung auf weitere Gebäudekomplexe verhindert, sodass sich das Feuer nach kurzer Zeit ausschließlich auf die Schornsteinanlage beschränkte. Dieser Bereich stellte die
    Feuerwehr jedoch vor eine große Herausforderung.

    Der Brandherd war aufgrund der Höhe nur schwer zugänglich. Kühlmaßnahmen und Brandbekämpfung wurden durch einen stationären Werfer sowie über eine Drehleiter und das Teleskopmastfahrzeug mit 53 Metern Einsatzhöhe durchgeführt. Weiterhin war die Standsicherheit des Bauwerks fraglich.

    Eine Bausachverständige vom THW wurde zur Beurteilung an die Einsatzstelle alarmiert und hat den betroffenen Schornstein für Standsicher erklärt. Daraufhin wurde das Löschsystem COBRA eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Hochdruckwasserschneidgerät, welches gezielt in thermischen auffälligen
    Bereichen eingesetzt werden kann.

    Der technische Zug der Freiwilligen Feuerwehr Warwisch setzte dieses Löschsystem ein. Ein zunehmender Löscherfolg konnte verzeichnet werden. Aktuell befindet sich noch ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, mehrere Freiwillige Feuerwehren sowie diverse Sonderkomponente an der Einsatzstelle.

    Über mobile Warnsysteme wurde die Bevölkerung der angrenzenden Stadtteile über Rauchausbreitung informiert. Die Geruchsbelästigung zog sich Richtung Westen durch die Stadt. Es kam hierdurch zu vermehrten Anrufen aufgrund von Brandgeruch.

    Im Verlauf des Einsatzes verletzten sich ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr
    sowie ein Mitarbeiter der Müllverwertungsanlage.

     

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