Haftbefehl nach Messerattacke

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    (rtn/ots) Gegen den 34-jährigen Deutsch-Iraner, der in einem Lübecker Linienbus mehrere Menschen mit einem Messer verletzt hat, ist Haftbefehl erlassen worden. Die Tatvorwürfe der Staatsanwaltschaft lauten Verdacht des versuchten Heimtückemordes mit gemeingefährlichen Mitteln in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und versuchter besonders schwerer Brandstiftung. Der Vollzug der Untersuchungshaft wurde angeordnet.

    Der Beschuldigte, der sich zu den Tatvorwürfen weiterhin nicht eingelassen hat, ist der Justizvollzugsanstalt Lübeck zugeführt worden.

    Nachdem am späteren Abend des gestrigen Tages (20.07.2018) die Aufzeichnungen der Videoüberwachung des Linienbusses ausgewertet werden konnten, besteht nunmehr der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte den mit einer großen Zahl von Fahrgästen besetzten Bus in Brand setzen und damit eine möglichst große Zahl von Menschen
    verletzen wollte, wobei er auch einen Tod von Fahrgästen billigend in Kauf nahm. Darüber hinaus besteht mit Blick auf einen durch einen Messerstich schwer verletzten Mann aus den Niederlanden der Verdacht des versuchten Heimtückemordes. Das Leben des 21-jährigen Opfers konnte durch eine mehrstündige Notoperation gerettet werden. Es besteht aktuell keine Lebensgefahr mehr.

     

    Der Beschuldigte soll versucht haben, den Busfahrer durch einen Faustschlag in das Gesicht am Löschen des Brandes zu hindern. Diesem gelang es dennoch, das Feuer mit einem Feuerlöscher zu ersticken. Die Ermittlungen werden durch das Kommissariat 1 der
    Bezirkskriminalinspektion Lübeck geführt.