Heute vor 10 Jahren: Großfeuer zerstört Trave-Club

    0

    Lübeck (rtn) Ein Großfeuer in der Lübecker Altstadt vernichtete am 12. Februar 2010 den Trave-Club an der Untertrave.

    Als die ersten Löschzüge der Feuerwehr gegen vier Uhr am Brandort eintrafen, brannte bereits das Obergeschoss.

    Dieses wurde zunächst im Innenangriff bekämpft, sagte Feuerwehrsprecher Michael Utecht am Einsatzort. Auf Grund von Einsturzgefahr mussten die Löscharbeiten im Inneren des Brandgebäudes auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden. Vereinzelte Brandstellen im inneren des Gebäudes waren am Morgen von außen immer noch sichtbar. Die Einsatzkräfte versuchen diese von außen zu erreichen und abzulöschen.

    Da das Nachbargebäudedurch das Feuer von außen stark verrauchte, wurden dessen Bewohner und neun Personen aus dem Brandhaus in Sicherheit gebracht und in einen bereitgestellten Bus der Stadtwerke betreut.

    Im Brandhaus konnten noch alle Geschosse abgesucht werden. Anschließend wurde zur weiteren Brandbekämpfung die Zwischendecke im 1. Obergeschoss und der Fußboden im 2. Obergeschoss aufgenommen. Das Feuer hatte sich aber bereits über die Zwischendecke bis in das Dachgeschoss ausgebreitet. Auf Grund der engen Bauweise in dem 20 Meter langen Gebäude, ist das Dachgeschoss auch über Wenderohre (das sind B-Rohre über Drehleitern) nur schwer zugänglich. Die Löscharbeiten werden noch den Vormittag andauern. Probleme bereiteten die schneebedeckten und vereisten Hydranten.

    Die Wasserversorgung konnte hier zunächst nur über ein Großtanklöschfahrzeug mit 5000 Liter zur Verfügung gestellt werden, da es an der Einsatzstelle zu einem Wasserrohbruch kam. Die Feuerwehr ruft die Bevölkerung auf, auf Grund der anhaltenden Witterung die Unterflurhydranten vom Schnee und Eis zu befreien. Auf Grund von Spannungsschwankungen musste gegen 6:20 Uhr an der Untertrave der Strom abgeschaltet werden.

    Im Einsatz waren die Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr, sowie die Freiwilligen Feuerwehren Innenstadt, Israelsdorf, Padelügge-Buntekuh und Vorwerk mit 50 Einsatzkräften, der Rettungsdienst und die Polizei

    Mehr Bilder