Heute vor 18 Jahren – Schwimmdock auf letzter Reise

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    Lübeck (rtn) Und Tschüss! Dock Eins der Lübecker Flenderwerft ist nach Bremen verkauft – am 24. August 2004 hatte sich der Riese auf die letzte Reise gemacht. Millimeterarbeit für die Schlepper-Kapitäne.

    Die bulligen Bugsier-Schlepper nahmen am frühen Morgen das riesige Dock 1 der Flender-Werft Lübeck auf den Haken. Dann sperrte die Wasserschutzpolizei die Trave für den Schiffsverkehr und Dock 1 rauschte davon.

    Hunderte von Schaulustigen beobachteten am Ufer wie ein Stück Lübecker Werftgeschichte langsam aus der Trave fuhr, vorbei am Kirchturm und den Häusern von Travemünde

    Wegen hoher Verluste hatte das Lübecker Traditionsunternehmens Flender Werft im Juni 2002 Insolvenz beantragt. Nach verschiedenen Rettungsversuchen wurden die Werftanlage Stück für Stück verkauft.

    Die Ursache für die Insolvenz der 1917 gegründeten Werft sollen hohe Verluste beim Bau von zwei „Superfast-Fähren“ für die griechische Reederei Attica Enterprises sein. Beide Schiffe – die ersten Fährschiffsneubauten nach fast 20 Jahren bei Flender – konnten nicht vertragsgerecht fertig gestellt werden. Der Verlust bei Flender soll sich laut Mitgesellschafter Claus-Peter Offen, einem Hamburger Reeder, auf rund 100 Millionen Euro belaufen.

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