Höhenretter retten Bauarbeiter nach Blitzschlag

    0

    (rtn) Gewitter und Starkregen haben am Freitagmorgen zu hunderten Einsätzen der Hamburger Feuerwehr geführt. In der Hafencity waren die Höhenretter im Einsatz, weil auf einer Baustelle ein Blitz in zwei Baukräne eingeschlagen war.

    Nach Angaben der Feuerwehr wurden auf einer Großbaustelle in der Lucy Borchardt Straße gegen 08.23 Uhr zwei Kranführer vom Gewitter überrascht und konnten ihre Kanzel
    nicht mehr rechtzeitig verlassen, als die ersten Blitze einschlugen.

    Die Rettungsleitstelle alarmierte einen Löschzug, einen Führungsdienst B, zwei
    Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, den diensthabenden Pressesprecher und
    die Spezialeinsatzgruppe Höhenrettungen der Feuerwehr Hamburg zum Einsatzort.
    Ein Kranfahrer konnte eigenständig seine Kanzel verlassen und wurde nach
    rettungsdienstlicher Versorgung vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein
    nahegelegenes Krankenhaus befördert. Der zweite musste von den Höhenrettern der
    Feuerwehr in der Kanzel, in 85 Meter Höhe, rettungsdienstlich erstversorgt
    werden. Aufgrund einer Zustandsverschlechterung wurde der Patient im weiteren
    Verlauf mit einer Schleifkorbtrage aus ca. 40 m Höhe abgeseilt und anschließend
    mit dem RTW notarztbegleitet ins Krankenhaus befördert. Anschließend wurde die
    Einsatzstelle der Polizei übergeben.

    Das angekündigte Unwetter sorgte innerhalb kürzester Zeit für zahlreiche Einsätze bei der Hamburger Feuerwehr. Es kam zu lokalen Starkregenschauer und Gewitter mit heftigen Blitzen und Donner die von Südwest nach Nordost über die Stadt zogen. Betroffen war
    überwiegend der Nordosten Hamburgs.

    In den Stadtteilen Sasel, Poppenbüttel, Wellingsbüttel, Lemsahl-Mellingstedt,
    Bergstedt und Duvenstedt sowie vereinzelt auch in anderen Stadtteilen traten
    Bäche über die Ufer, wurden Straßen überflutet, liefen Keller von Wohngebäuden,
    Schulen und Tiefgaragen mit Regenwasser voll. In der Rettungsleitstelle der
    Feuerwehr Hamburg waren sämtliche Notrufabfrage- und Disponentenplätze besetzt,
    um die Vielzahl der Notrufe zeitgerecht an die Rettungs- und Einsatzkräfte
    weiterzuleiten. Im Zeitraum von 08.30 Uhr bis 12.00 Uhr wurden im sogenannten
    Betriebszustand Ausnahme insgesamt rund 300 wetterbedingte Einsätze disponiert
    und überwiegend durch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr
    abgearbeitet. Diese waren mit 18 Wehren im Einsatz.

    Aktuell laufen vereinzelt noch wetterbedingte Einsätze, die sukzessive
    abgearbeitet werden. Der Führungs- und Lagedienst der Rettungsleitstelle der
    Feuerwehr Hamburg steht in engem Kontakt mit den Mitarbeitern des Deutschen
    Wetterdienst und beobachtet die weitere Lageentwicklung.

    Mehr Bilder