Messerattacke in Flüchtlingsunterkunft

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    Bargfeld-Stegen (rtn) Bei einer Messerstecherei wurde am Dienstagabend in einer Flüchtlingsunterkunft ein 45 Jahre alter Mann von einem 19-Jährigen mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt.

    Nach Angaben von Polizei und Staatsanwalt  kam es in den Abendstunden in einer Wohnung der Flüchtlingsunterkunft in der Straße Tonnenteich zu einem Streit zwischen zwei afghanischen Staatsangehörigen. Dabei stach ein 19-jähriger Tatverdächtiger dem 45-jährigen Opfer mit einem Messer zweimal in den Bauch. 

    Einem Zeugen gelang es, dem Angreifer das Messer zu entreißen und diesen in einem Nebenzimmer einzuschließen. Der Geschädigte selbst war noch in der Lage den Notruf zu wählen. Der erheblich alkoholisierte Tatverdächtige konnte durch Beamte der Polizeistation Bargteheide noch in Tatortnähe widerstandslos festgenommen werden.

    Das Opfer wurde in einem Hamburger Krankenhaus notoperiert. Derzeit besteht keine Lebensgefahr mehr. Hintergründe und Ursachen zu dem Streit sind bislang nicht
    bekannt. Die Ermittlungen führen die Lübecker Staatsanwaltschaft und das Kommissariat 1 der Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Lübeck. Die Staatsanwaltschaft wird den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls wegen des Verdachts des versuchten
    Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und des Haftgrundes der Fluchtgefahr beantragen. Die Vorführung des Beschuldigten vor den Haftrichter ist für den späten Nachmittag des heutigen Tages anberaumt.