Millionenschaden durch Großfeuer

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    Großenaspe (ots/rtn) Eine landwirtschaftliche Halle ist auf einem abgelegenen Gehöft bei abgebrannt. 160 Rettungskräfte waren vom späten Mittwochabend bis zum Donnerstagvormittag im Einsatz. Ein Helfer wurde verletzt.

    Die Schadenshöhe betrage mindestens eine Million Euro, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte.

    Am späten Mittwochabend des 10. August 2022 brach aus noch bislang unbekannter Ursache ein Feuer in einer landwirtschaftlichen Lagerhalle aus.

    Gegen 22:35 Uhr wurde die Feuerwehr Großenaspe mit dem Einsatzstichwort FEU G (Feuer, größer als Standard) zu einer brennenden Scheune alarmiert. Aufgrund weiterer Anrufer erhöhte die Kooperative Regionalleitstelle West in Elmshorn nur eine Minute später, bereits das Stichwort auf FEU 2 (Feuer, 2 Löschzüge) und alarmierte somit weitere Einsatzkräfte aus Bimöhlen zur Löschhilfe.

    Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte eine ca. 1500 m² große Halle im mittigen Bereich im Vollbrand. In der Halle werden Stroh- sowie Heuballen gelagert. Ebenso ist ein Werkstattbereich mit integriert.

    Aufgrund der hohen Brandlast im und am Gebäude wurden sofort weitere Feuerwehren zur Einsatzstelle alarmiert, um an dem eher abgelegenen landwirtschaftlichen Betrieb genügend Einsatzkräfte und Einsatzmittel zur Verfügung zu haben.

    Für die Wasserversorgung wurde der Wassertransportzug, bestehend aus diversen Feuerwehrfahrzeugen, alarmiert. Dieser hatte die Aufgabe aus fünf Löschteichen und Angelseen, sowie einem Tiefbrunnen, Wasser zur Einsatzstelle zu transportieren, welches dann in große Faltbehälter für Löschwasser umgepumpt wurde und somit eine stehende Wasserversorgung gewährleistete.

    Im Einsatzverlauf wurde der ABC-Zug mit der Dekon-Komponente alarmiert, da aufgrund der mit evtl. Asbest beinhalteten, verbauten Bedachung der Halle, eine Dekontamination der Einsatzkräfte- und schutzkleidung erfolgen sollte. Die Drehleiter der Feuerwehr Bad Bramstedt konnte im späteren Einsatzverlauf noch zur Brandbekämpfung im rückwärtigen Bereich eingesetzt werden.

    Ein Bagger sowie ein Radlader hatten die Nacht über die Aufgabe, das teils brennende Lagergut aus der Halle zu räumen, wo es dann auf dem Hof und einem Feld auseinandergezogen und abgelöscht wurde. Diese Aufgabe ist für die Einsatzkräfte sehr kräftezehrend.

    Stand Donnerstag, 11.08.22 08:30 Uhr läuft der Einsatz weiterhin. Die Feuerwehr Großenaspe, Heidmühlen und die Führungsgruppe Amt Bad Bramstedt-Land sind weiterhin an der Einsatzstelle, um weiter das Stroh und Heu abzulöschen.

    Restliche Einsatzkräfte konnten sukzessiv in den Morgenstunden die Einsatzstelle bereits verlassen. Aufgrund der in der Spitze hohen Anzahl an Einsatzkräften wurde das Einsatzstichwort auf FEU 5 (Feuer, 5 Löschzüge) angepasst. Das THW Kaltenkirchen verpflegte die Einsatzkräfte während des Einsatzes.

    Im Verlauf des Einsatzes wurde eine Einsatzkraft leicht verletzt und durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt. Die Feuerwehr war mit über 160 Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei hat noch vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Seitens der Feuerwehr können keine Angaben zur Brandursache, Schadenshöhe, Personalien oder Verletzungen der Betroffenen gemacht werden.

    Eingesetzte Kräfte:

    Freiwillige Feuerwehr Großenaspe Freiwillige Feuerwehr Bimöhlen Freiwillige Feuerwehr Wiemersdorf Freiwillige Feuerwehr Hardebek Freiwillige Feuerwehr Boostedt Freiwillige Feuerwehr Hitzhusen Freiwillige Feuerwehr Bad Bramstedt Freiwillige Feuerwehr Heidmühlen Freiwillige Feuerwehr Lentföhrden Freiwillige Feuerwehr Nützen/Kampen Freiwillige Feuerwehr Hartenholm Freiwillige Feuerwehr Hasenmoor ABC Zug – Kreis Segeberg mit Dekon-Einheit Fachberater Gefahrgut Führungsgruppe Amt Bramstedt-Land Kreisfeuerwehrverband Segeberg: Kreiswehrführer Kreisfeuerwehrverband Segeberg: zwei Pressesprecher Kreisfeuerwehrzentrale Segeberg: Rufbereitschaft mit Wechselladerfahrzeug und MZF Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein: ein Rettungswagen THW Kaltenkirchen Polizei Segeberg und Pinneberg

    Quelle und Fotos: Kreisfeuerwehrverband Segeberg

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