Neubau Rettungsleitstelle am 12. Februar 2022

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    Bad Oldesloe (rtn) An der Teichkoppel im Oldesloer Gewerbegebiet an der A 1 laufen die Arbeiten für die neue integrierte Regionalleitstelle (IRLS Süd) des Kreis Stormarn. Am 14. Dezember war Spatenstich, Ende 2023 soll das neue Gebäude fertig sein. Meine Luftbilder mit der Drohne zeigen den Baufortschritt am 12.02.22 

    Grund des Neubaus und Projektbeginn

    Die Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS Süd) ging 2006 aus der Zusammenlegung der Kreisleitstellen Stormarn und Herzogtum Lauenburg hervor. Seit 2013 zählt der Kreis Ostholstein ebenfalls zum Versorgungsbereich der IRLS Süd.

    Um den stetig steigenden räumlichen und technischen Anforderungen an Rettungsleitstellen gerecht werden zu können wurde Ende 2016 vom Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreises Stormarn der grundsätzliche Bedarf für einen Neubau für die IRLS Süd anerkannt.

    In der Folge wurden zunächst grundsätzliche Fragen zum Standort, zu eventuellen Kooperationen mit Dritten sowie ein Raumprogramm erstellt.

    Im 3. Quartal 2019 begannen dann die konkreten Planungen für das Bauvorhaben.
    Als Standort wurde ein Grundstück an der Teichkoppel in Bad Oldesloe (B-Plangebiet 86) ausgewählt.

    Die Neubauplanungen wurden vom Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschuss des Kreises Stormarn im August 2020 im Vorentwurfs- sowie im August 2021 im Entwurfsstadium genehmigt, im Anschluss daran wurde die Baugenehmigung bei der Stadt Bad Oldesloe erlangt.

    Der Neubau selbst stellt ein hochtechnisiertes, modernes und nachhaltiges Gebäude dar. Um die durchgehende Erreichbarkeit und Betrieb der Leitstelle gewährleisten zu können, wurde sich besonders mit dem Thema Ausfallsicherheit befasst.

    Als Folge dessen werden die meisten technischen Einrichtungen redundant vorgehalten, um auch im Störfall/Wartungsfall den Betrieb uneingeschränkt aufrechterhalten zu können. Dies betrifft neben Anlagen der Gebäudetechnik vor allem auch die IT-Technik zum Betrieb der Leitstelle.

    Dem Thema Energieeffizienz und Nachhaltigkeit wurde ebenfalls besonderes Augenmerk geschenkt.
    Das Gebäude soll nach den Vorgaben der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Goldstatus zertifiziert werden. Es wird im Wesentlichen mit Erdwärme temperiert und verfügt über eine rd. 100 kWp PV-Anlage auf dem Dach.

    Herzstück des Neubaus ist der dreigliedrige Leitstellenbetriebsraum mit seinen 17 Einsatzleittischen (ELT), an welchen die Disponenten die Anrufe der 112 entgegen nehmen können.

    In dem Raum herrscht 24/7-Betrieb und es werden viele Gespräche und Telefonate geführt, wobei die Disponenten zeitgleich Informationen von mehreren Monitoren verarbeiten müssen.

    Der Raum ist daher durch die zugehörigen Anforderungen der Arbeitsergonomie und raumgreifenden Einsatzleittische das zentrales Element der Gebäudeplanungen. Für die Zukunftsfähigkeit des Leitstellenneubaus verfügt der Raum
    zudem über eine Erweiterbarkeit um bis zu 8 weitere Einsatzleittischen.

    Zudem umfasst das Gebäude Lageräume in denen z.B. auftretende Großschadensereignisse gemeinsam mit externen Beratern wie Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz behandelt werden können, ohne dabei den normalen Betrieb der Leitstelle zu stören.

    Weiterhin sind neben üblichen Funktions- und Sozialräumen, Büros für die Verwaltung und Systemadministration der Leitstelle mit insgesamt 23 Arbeitsplätzen, sowie unterstützend für den Leitstellenbetriebsraum 2 Arbeitsplätze für den Telenotarzt, vorgesehen.

    Baubeginn (Erschließungsarbeiten) Grundsteinlegung 14. Dezember 2021
    Grundsteinlegung: 2. Quartal 2022
    Richtfest ca. Ende 2022
    Fertigstellung Gebäude ca. Ende 2023
    Inbetriebnahme Leitstellentechnik ca. Mitte 2024

    Baubeginn (Erschließungsarbeiten) Grundsteinlegung 14. Dezember 2021
    Grundsteinlegung: 2. Quartal 2022
    Richtfest ca. Ende 2022
    Fertigstellung Gebäude ca. Ende 2023
    Inbetriebnahme Leitstellentechnik ca. Mitte 2024

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