(rtn) Schirmherr und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg startet heute auf der Messe "Gesundheit morgen"die Retter-App "Meine Stadt rettet" und das landesweite Netzwerk an Ersthelfern.

Der offizielle Start wird um 13:55 Uhr in der Sparkassen-Arena gemeinsam mit Heribert Röhrig (ASB Schleswig-Holstein), Stephan Bandlow (Regionalleitstelle West SH), Dr. Christian Elsner (UKSH), PD Dr. Jan-Thorsten Gräsner (Institut für Rettungs- und Notfallmedizin)und Sven Fricke (KN) erfolgen.

Bei einem Notfall können über die „Retter-App“ freiwillige und professionelle Ersthelfer, die sich in der Nähe befinden, per Smartphone geortet und direkt durch die Leitstellen gerufen werden. So können sie noch vor Eintreffen des Rettungswagens vor Ort beispielsweise eine Reanimation durchführen. In Deutschland treten pro Jahr mehr als 100.000 Fälle von plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand ein. Eine Reanimation durch Laien findet jedoch relativ selten statt. Zwar wird in rund 43 Prozent der Fälle ein Herz-Kreislauf-Stillstand durch Anwesende beobachtet, jedoch erfolgt nur bei 37 Prozent auch eine Wiederbelebung.

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg betont: „Die Retter-App ist ein hervorragendes Beispiel, wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen konkret hilft: Durch eine gute Idee, ein einfaches Smartphone und freiwillige Ersthelfer können mit der App Leben gerettet werden. Mein herzlicher Dank geht an alle Beteiligten für das große Engagement. Ich wünsche Schleswig-Holstein, dass viele weitere Ersthelfer und Leitstellen mitmachen.“

Zum landesweiten Start sind nach Angaben von Dr. Elsner, UKSH, bereits rund ein Drittel aller Leitstellen in Schleswig-Holstein an das Retter-App angeschlossen. Die notwendige Schnittstellen-Software haben bundesweit bislang rund 60 Prozent der Leitstellen, so dass diese kurzfristig an das System angeschlossen werden könnten. Weitere Info:  
www.meine-stadt-rettet.de

Auf der Messe „Gesundheit morgen“ erhalten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen mordernster Gesundheitsforschung und Medizintechnik zu werfen. „Schleswig-Holstein mit seinen Medizintechnik-Unternehmen, der wissenschaftlichen Qualität und den vielen guten Ideen wird eine bedeutende Rolle bei der anstehenden Weiterentwicklung des Gesundheitssektors spielen. Telematik in der Medizin soll Patientinnen und Patienten helfen, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte entlasten“, so Schirmherr Dr.Garg anlässlich der Messe, die Garg am Samstag um 9:45 eröffnete. www.healthcare-hackathon.eu/gesundheit-morgen-23-09-17-in-kiel

Quelle und Fotos: Sozialministerium und rtn



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