(rtn) Die Union mit Kanzlerin Angela Merkel hat die Bundestagswahl trotz deutlicher Verluste klar gewonnen. Die SPD stürzte auf ein historisches Tief ab. Kanzlerkandidat Martin Schulz schließt eine Neuauflage der großen Koalition definitiv aus. Zugleich kündigt er an, weiter Parteichef bleiben zu wollen.Die AfD zieht mit einem klar zweistelligen Ergebnis als drittstärkste Kraft ins Parlament ein, gefolgt von FDP, Grünen und Linken. 

Die bisherige Arbeitsministerin Andrea Nahles fordert nach der Wahlniederlage der Sozialdemokraten Veränderungen in ihrer Partei. "Das ist eine große Niederlage, das müssen wir uns eingestehen und wir brauchen einen programmatischen und organisatorischen Neuanfang", schreibt sie auf Facebook. "Ein weiter so kann es nicht geben." Nahles wird als Favoritin auf den SPD-Fraktionsvorsitz gehandelt.

Eine erneute große Koalition mit der Union schließt Nahles wie zuvor bereits Kanzlerkandidat Martin Schulz aus. "Für die SPD besteht bei dem Wahlergebnis überhaupt kein Anlass, über eine Weiterführung der GroKo nachzudenken."

Zur aktuellen Hochrechnung zur Bundestagswahl erklären der CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther und der Spitzenkandidat zur Bundestagswahl Dr. Johann Wadephul:
"Wir als CDU haben uns als stärkste politische Kraft klar behauptet und die Bundestagswahl gewonnen. Gegen uns ist keine Regierungsbildung möglich. Angela Merkel bleibt Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und kann ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Das ist gut so. Die Menschen haben der CDU mit diesem Ergebnis einen klaren Regierungsauftrag erteilt. Jetzt gilt es, eine stabile Regierungskoalition zu bilden.

Das Abschneiden der AfD stellt alle demokratische Parteien vor große Herausforderungen. Es ist bedauerlich, dass wir im Wahlkampf mehr über die Vergangenheit geredet haben, statt über Zukunftsthemen zu streiten", so Daniel Günther.

"Das heutige Ergebnis ist ernüchternd. Wir haben uns ein besseres Ergebnis für die CDU gewünscht. Dank der CDU-geführten Bundesregierung geht es unserem Land heute so gut, wie lange nicht mehr. Es ist uns in den vergangenen Wochen jedoch nicht gelungen diese Erfolge in den Vordergrund zu stellen und die Menschen von unseren Ideen für die Zukunft zu überzeugen. Die AfD ist eine Partei, die nur nein sagt und die Werte, die unser Land ausmachen, bekämpft. Unsere Aufgabe in den kommenden vier Jahren ist es, die Wähler der AfD zurück ins demokratische Spektrum zu holen", so Dr. Johann Wadephul.

Zu den aktuellen Prognosen zur Bundestagswahl 2017 erklärt der Landesvorsitzende der FDP Schleswig-Holstein, Dr. Heiner Garg:

"Es ist ein herausragendes Ergebnis für die Freien Demokraten! Nach vier schwierigen Jahren in der außerparlamentarischen Opposition haben wir heute den schwierigsten Wahlkampf in der Geschichte der Partei mit einem großartigen Erfolg beendet. Mein besonderer Dank geht vor allem an Christian Lindner und Wolfgang Kubicki, die die Freien Demokraten wieder zurück in den Bundestag geführt haben – mit einem Wählervotum, das uns vor vier Jahren niemand zugetraut hätte.“

Der Spitzenkandidat der FDP Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, erklärt:

„Ich bin stolz auf meine Partei und dankbar für das Vertrauen, das die Wählerinnen und Wähler uns wieder gegeben haben. Wir haben in den vergangenen vier Jahren eine enorme Kraftanstrengung geleistet. Es ist der größte Stimmenzuwachs der Freien Demokraten in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.“

Zur ersten Hochrechnung zur Bundestagswahl sagt die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Ruth Kastner:
"Wir freuen uns über das gute Ergebnis! Es ist das historisch zweitbeste Ergebnis, das wir Grüne bei einer Bundestagswahl erzielt haben.
Der engagierte Wahlkampf hat gezeigt, dass es sich lohnt, bis zum Schluss um jede Stimme zu kämpfen. Wir danken allen WahlkämpferInnen und KandidatInnen für ihren Einsatz und sind zuversichtlich, dass wir wieder drei Abgeordnete aus Schleswig-Holstein nach Berlin schicken können.

Dass die AfD drittstärkste Kraft geworden ist, markiert einen Kulturbruch. Völkische und rechtsnationale Parolen dürfen im Bundestag nicht salonfähig werden. Wir Grüne werden mit aller Kraft diesem Rechtsruck entgegen treten und für eine offene Gesellschaft und die Errungenschaften unserer freiheitlichen Demokratie streiten. Sie wurden hart erkämpft.“

Die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein, Luise Amtsberg, ergänzt:


„Unser gutes Ergebnis ist ein klarer Auftrag, unsere Zukunftsthemen im Bund umzusetzen: beim Klimaschutz, für ein solidarisches Europa, gegen die soziale Spaltung unserer Gesellschaft und für Menschenrechte. Diesen Auftrag werden wir mit aller Ernsthaftigkeit angehen.“

Erklärung der Spitzenkandidatin der LINKEN Schleswig-Holstein für die Bundestagswahl, Cornelia Möhring (MdB), zum vorläufigen Ergebnis der Bundestagswahl 2017:
Cornelia Möhring (MdB): „Wir freuen uns, dass wir zulegen konnten. Das ist das zweitbeste Ergebnis unserer Parteigeschichte, es beruht auf unserer starken und konsequenten Oppositionsarbeit in den letzten vier Jahren und ist das Ergebnis eines tollen Wahlkampfs. Wir werden eine unbequeme, laute und treibende Opposition sein – diesen Auftrag der Wählerinnen und Wähler nehmen wir an. Wenn wir uns den nächsten Bundestag anschauen, wird deutlich: Eine laute, unbequeme Stimme für soziale Gerechtigkeit ist dringend notwendig. In diesem Sinn werden wir ab morgen weiterarbeiten für eine solidarische und sozial gerechte Gesellschaft.“




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