(rtn/ots) Ein Geisterfahrer ist am Sonntagabend auf der A39 zwischen Winsen-Ost und Handorf ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen wurden verletzt.

Nach Angaben der Polizei wurde gegen 20:25 Uhr über den Polizeinotruf ein Falschfahrer auf der A 39 zwischen den Anschlussstellen Winsen-Ost und Handorf gemeldet. Die Anruferin beschrieb einen älteren Mercedes, der auf der Fahrbahn, die in Richtung Lüneburg führt, in Richtung Maschener Kreuz unterwegs war. Sofort wurden zwei Streifenwagen der Autobahnpolizei zur Anschlussstelle Winsen-Ost entsandt, um den in Richtung Lüneburg fahrenden Verkehr abzubremsen. Nur Minuten nach dem ersten Notruf traf ein Streifenwagen in Höhe der Gemarkung Radbruch, ca. 1000 m vor der Anschlussstelle Handorf, auf einen verunfallten Mercedes, der im Grünbereich neben der Fahrbahn stand. Ersthelfer kümmerten sich um den 76-jährigen Unfallfahrer, bis er vom Rettungsdienst übernommen werden konnte.

Die Polizisten überprüften die weitere Strecke hinter der Unfallstelle und trafen auf insgesamt drei weitere Unfallbeteiligte. Nachdem der 76-Jährige vermutlich an der Anschlussstelle Handorf in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren war, kollidierte er seitlich mit dem entgegenkommenden Audi eines 58-jährigen Mannes. Dieser hatte noch im letzten Moment versucht, dem Falschfahrer auszuweichen, wurde aber seitlich getroffen, sodass die Hinterachse abriss. Der Falschfahrer verlor bei diesem Zusammenstoß die Fahrertür.

Sowohl der 58-jährige Audi-Fahrer als auch seine 54-jährige Ehefrau wurden leicht verletzt. Ein 48-jähriger Mann, der mit einem Mercedes ebenfalls in Richtung Lüneburg unterwegs war, fuhr in der Folge mit seinem Wagen über Trümmerteile, genauso wie eine 74-jährige Frau, die mit ihrem Ford über die abgerissene Fahrertür fuhr. Diese beiden Beteiligten blieben unverletzt.

Der Falschfahrer kollidierte nach dem Zusammenstoß mit dem Audi einige hundert Meter später mit der Mittelschutzplanke und geriet dann in den Seitenraum, wo der PKW frontal gegen eine Böschung prallte. Der 76-Jährige wurde von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit und in einen Rettungswagen gebracht. Hier verschlechterte sich sein Zustand innerhalb von Minuten derart, dass der Mann noch an der Unfallstelle verstarb. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass der 76-Jährige durch das Unfallgeschehen innere Verletzungen erlitt, die zum Tode führten.

Die Autobahn wurde für die Rettungs- und Aufräumarbeiten voll gesperrt. Erst gegen 1:00 Uhr am Montagmorgen konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.



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