(rtn/ots) Für den Winterdienst auf Schleswig-Holsteins Straßen haben Autobahn- und Straßenmeistereien rund 30.000 Tonnen Salz eingelagert. "Bei einem harten Winter kann innerhalb weniger Stunden für Nachschub gesorgt werden", sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Montag bei einem Besuch der Autobahnmeisterei in Bad Oldesloe. 

Für die mehr als 600 Beschäftigten der 26 Autobahn- und Straßenmeistereien des Landes kann der Winter kommen: Wie der Chef der Lübecker Niederlassung des LBV.SH, Jens Sommerburg, heute (13. November) bei einem Besuch von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz in der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe sagte, stünden für die kommenden Monate insgesamt rund 1000 Fahrzeuge und Räumgeräte bereit. "Damit machen unsere Kolleginnen und Kollegen die Straßen auch bei Schnee und Frost sicher und befahrbar. Und dazu haben wir auch unsere landesweit 48 Lagerstätten für Streugut mit einer Kapazität von rund 30.000 Tonnen gut gefüllt", sagte Buchholz und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Vorbereitung.

Auf dem rund 500 Kilometer umfassenden Autobahn-Netz des Landes, das sich in der Obhut des LBV.SH befindet, kann laut Sommerburg bei Bedarf ein 24-stündiger Streu- und Räumeinsatz gefahren werden. Auch für die Bundes- und Landesstraßen sowie einen Großteil der Kreisstraßen stehen die Straßenwärterinnen und -wärter täglich von 3 Uhr morgens bis 22 Uhr abends bereit.

Wie Sommerburg erläuterte, gehören zur Vorbereitung auf den Winterdienst auch die Wartung der so genannten Taumittelsprühanlage auf der Haselholmer Talbrücke im Zuge der B 76 (Umgehung Schleswig) sowie die Wartung der geothermischen Anlage der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal bei Berkenthin im Zuge der B 208. Bei dieser Anlage zirkuliert ein Frostschutzmittelgemisch durch ein unterhalb der Fahrbahn eingebautes Rohrsystem, was mit Hilfe der Grundwasserwärme auf eine Temperatur von 55 Grad erwärmt wird und somit die Fahrbahntemperatur erhöht.

Buchholz appellierte an die Autofahrerinnen und Autofahrer im Land: "Auch wenn unser Landesbetrieb für einen guten Winterdienst einsteht, ersetzt dies nicht Ihre Pflicht, mit Vernunft und Weitsicht zu einem sicheren Straßenverkehr beizutragen. Passen Sie ihre Fahrweise den Witterungsbedingungen an und nehmen Sie vor allem Rücksicht auf unsere Kollegen." Der Minister spielte damit auf Berichte von Straßenwärtern an, die in jedem Winter erneut erleben, dass ihre Streufahrzeuge in teils waghalsigen Manövern überholt werden. Buchholz: "Und mit der rechtzeitigen Umrüstung auf Winterreifen können Sie ebenfalls aktiv zu mehr Sicherheit auf den Straßen beitragen."

Wie Sommerburg sagte, liegen die Kosten für den jährlichen Winterdienst – im Mittel der vergangenen fünf Jahre – bei rund 9,2 Millionen Euro. Der Salzverbrauch der Wintersaison 2016/17 lag bei knapp 22.000 Tonnen Streusalz.



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