(rtn) In weiser Voraussicht auf die steigenden Anforderungen in Sachen Brandschutz der kommenden Jahre gaben die Gemeindevertreter von Großhansdorf in ihrer Haushaltssitzung am Donnerstagabend "Grünes Licht" für die Anschaffung einer gebrauchten Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr Großhansdorf.

 

Dadurch haben sie für noch mehr Sicherheit der Bürger in der Waldgemeinde gesorgt. Rund 500 000 Euro wurde dafür im Haushalt 2018 bewilligt, gemindert wird die Summe um Fördergelder von bis zu 125.000  Euro die vom Kreis Stormarn für die Anschaffung zur Verfügung gestellt wird. Finanziert wird die Drehleiter durch einen Kredit. Während die CDU den Kauf "schweren Herzens" ablehnte, stimmten alle anderen Gemeindevertreter dafür. Für seine Partei CDU sei ein ausgeglichener Haushalt oberstes Ziel, sagte Dr. Andreas Costard von der CDU. Reinhard Niegengerd von der SPD hielt dagegen: "Die Anschaffung sei eine Investition in die Sicherheit vom Ort." Das Abstimmungsergebnis lautete schließlich 10 Gegenstimmen der CDU zu 11 Ja-Stimmen von SPD, FDP, Die Grünen und Detlev Holst, als fraktionslosem Gemeindevertreter.

Stormarns Kreisbrandmeister Gerd Riemann begrüßte die Entscheidung. Eine Drehleiter stärke nicht nur den abwehrenden Brandschutz in seinen vielen Facetten, sondern auch die Menschenrettung und die Sicherheit der eingesetzten Feuerwehrkameraden. Nicht zu vergessen seien die Unterflur-Einsätze an den U-Bahnstrecken in der Waldgemeinde. Hier könnten im Bedarfsfall Feuerwehrleute von einer Brücke aus auf die Bahnstrecken abgesetzt, oder auch Passagiere aus den Zügen gerettet werden.

Außerdem habe die Vergangenheit gezeigt, dass die Anzahl der Sturmeinsätze eher ansteige, als geringer werde. Dies hätten die beiden letzten Herbststürme gezeigt, bei der zeitweise bis zu vier Drehleitern aus dem gesamten Kreis stundenlang in Großhansdorf im Einsatz waren.

 

Viele Jahre habe man auch immer auf die Nachbarschaftshilfe aus Ahrensburg zählen können, vielfach sei die Drehleiter der Ahrensburger Feuerwehr zu Hilfe gekommen. Bei der eigenen Ahrensburger Einsatzlage führe dies jedoch auf Dauer zu einer enormen Zusatzbelastung der Ahrensburg Wehr.

Erst im November hatte Gemeindewehrführer Andreas Biemann in einer sachlich fundierten Powerpoint-Präsentation den Großhansdorfer Gemeindevertretern im Hauptauschuss die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr, den Feuerwehr-Bedarfsplan und die Einsatzmöglichkeiten einer Drehleiter unter Berücksichtigung der geänderten Landesbauordnung (LBO) aus Feuerwehrsicht vorgestellt:

Hintergrund:
Bis zum Jahr 2009 war die 3-teilige Schiebleiter bis 12,20 Meter der zweite Rettungsweg.
Ab 2009 muss ab acht Meter Höhe ein Hubrettungsgerät vorgehalten oder ein baulicher zweiter Rettungsweg hergestellt werden. Es gibt in Großhansdorf Gebäude, die vor 2009 errichtet wurden und höher als acht Meter sind, z.B. Haberkamp, Eilbergweg und weitere: "Wir müssen also mit der Schiebleiter, die seit 2009 kein anerkanntes Rettungsgerät mehr ist, eine Menschenrettung an Gebäuden höher als acht Meter durchführen. Dies ist in der Praxis aus unserer Sicht nicht möglich, hatte Andreas Biemann den Gemeindevertretern erklärt".

Dabei hatte er eine Drehleiter nicht gefordert,  sondern die Entscheidung darüber, ob  Großhansdorf eine Drehleiter benötigte den Gemeindevertretern anheim gestellt.

Nachdem die Entscheidung nun für eine Drehleiter in der Gemeinderatssitzung erfolgte, zeigte sich Gemeindewehrführer Andreas Biemann erfreut: "Mit der Drehleiter wird es einfacher und vor allem sicherer, Menschen zu retten – auch für uns."

 

Drehleitern in Stormarn:
Ahrensburg - Bad Oldesloe - Bargteheide - Barsbüttel - Glinde - Oststeinbek (Multistar) - Reinbek



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