(rtn/ots) Ein halbes Jahr nach der tödlichen Messerattacke in Barmbek  beginnt am 12. Januar 2018 die Hauptverhandlung im Strafverfahren gegen den 26-jährigen palästinensischen Volkszugehörigen Ahmad A. wegen des Messerattentats in einer EDEKA-Filiale in Hamburg-Barmbek vom 28. Juli 2017.

 

Der Angeklagte muss sich wegen des Verdachts des Mordes und des versuchten Mordes sowie der gefährlichen Körperverletzung in sechs Fällen vor dem 3. Strafsenat (Staatsschutzsenat) des Hanseatischen Oberlandesgerichts verantworten. Die Hauptverhandlung findet im Strafjustizgebäude, Sievekingplatz 3, 20355 Hamburg in Saal 237 statt und beginnt um 09:00 Uhr.


Der Generalbundesanwalt wirft dem Angeklagten vor, am Nachmittag des 28. Juli 2017 in der EDEKA-Filiale, Fuhlsbüttler Straße 188 in Hamburg mit einem Messer einen Menschen heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben. Ihm wird außerdem zur Last gelegt, sechs weitere Menschen mit Tötungsabsicht zum Teil lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Anklage zufolge suchte sich der Angeklagte seine Opfer wahllos und stellvertretend zur Vergeltung des Unrechts aus, das Menschen islamischen Glaubens aus seiner Sicht weltweit erfahren. Der Angeklagte habe den eskalierenden Konflikt zwischen muslimischen Gläubigen und israelischen Sicherheitskräften um den Tempelberg in Jerusalem vor Augen gehabt und die von israelischer Seite veranlassten Zugangsbeschränkungen zur Al-Aksa-Moschee als unerträglich empfunden, für die er auch Deutschland mitverantwortlich gehalten habe. Es sei ihm deshalb darauf angekommen, möglichst viele deutsche Staatsangehörige christlichen Glaubens - gleichsam als Sühne - zu töten.

 

Seine Taten habe der Angeklagte im Kontext islamistischer Anschläge wahrgenommen und mithin als Beitrag zum weltweiten Jihad verstanden wissen wollen. Belastbare Anhaltspunkte für weitere Tatbeteiligte oder eine Einbindung des Angeklagten in eine terroristische Vereinigung, namentlich den sogenannten Islamischen Staat, hätten die Ermittlungen nicht ergeben.


Am Tattag soll der Angeklagte den Supermarkt gegen 15:00 Uhr betreten und aus der Auslage ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von etwa 20 Zentimetern entnommen haben. Mit diesem habe der Angeklagte dann unvermittelt einen Kunden angegriffen, der infolge dreier Messerstiche in den Oberkörper noch am Tatort verstarb.

 

Anschließend sei der Angeklagte zur Fleischtheke des Supermarkts gelaufen, wo er einen weiteren Kunden mit dem Messer im Brustbereich verletzt habe. Der Angeklagte soll dann das Geschäft verlassen und vor dem Eingang drei weitere Personen mit dem Messer attackiert haben. Im Anschluss sei der Angeklagte einer vorbeifahrenden Radfahrerin nachgelaufen, um diese mit dem Messer tödlich zu verletzen.

 

Der in Richtung ihres Herzens ausgeführte Stoß mit dem Messer habe die Geschädigte nur knapp verfehlt. Der Angeklagte habe die Radfahrerin stattdessen mit seinem Arm hart im Brustbereich getroffen. Als der Angeklagte sich schließlich von dem Supermarkt entfernt habe, soll er einer ihm entgegenkommenden Passantin im Vorbeigehen einen kraftvollen Stich in den Brustkorb versetzt haben. Der Angeklagte befindet sich seit seiner Festnahme am 28. Juli 2017 in Untersuchungshaft.



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