(rtn) Mit einer Mahnwache vor dem Kieler Landeshaus protestieren die Beamtinnen und Beamten der kommunalen Berufsfeuerwehren gegen ihre Benachteiligung im Zusammenhang mit der Erhöhung der Erschwerniszulagen und der Nichtberücksichtigung bei der Gewährung von Zusatzurlaub für geleisteten Nachtdienst.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) fordert die Landesregierung in Schleswig-Holstein auf, die Benachteiligung der Beamtinnen und Beamten der kommunalen Feuerwehren im Land, im Verhältnis zu denen der Landespolizei, des Justizvollzugs und der Fischereibehörde, zu beenden.

Es ist nicht erkennbar, wo die Gefahren und die Belastungen der Feuerwehrbeamten bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten im Vergleich zu den Beamtinnen und Beamten der Landespolizei, des Justizvollzugs und der Fischereibehörde als nachrangig zu betrachten sind.

„Die kommunalen Berufsfeuerwehrbeamten erwarten von der Landesregierung, im Zusammenhang mit geplanten Erhöhung der Erschwerniszulagen und den Verbesserungen beim Zusatzurlaub genauso behandelt zu werden, wie die Beamtinnen und Beamten im Polizeivollzugsdienst, im Justizvollzugsdienst und der Fischereibehörde; alle diese Beamtengruppen haben besondere Erschwernisse in ihren Tätigkeiten im Alltag zu bewältigen. Die Nichtberücksichtigung der kommunalen Berufsfeuerwehren bedeutet eine Missachtung der dort Beschäftigten. Wir werden uns das nicht gefallen lassen und erwarten von der Landesregierung die Gleichbehandlung der kommunalen Berufsfeuerwehrbeamten“, so Christian Muhs, Vorsitzender der ver.di-Landesfachgruppe Berufsfeuerwehren in Schleswig-Holstein.

Die ver.di-Landesfachgruppe Berufsfeuerwehr, die die Beamtinnen und Beamten der kommunalen Berufsfeuerwehren in Flensburg, Kiel, Lübeck und Neumünster vertritt, führt in der Zeit vom 24.01.2018 bis zum 25.01.2018 eine Mahnwache vor dem Landeshaus in Kiel durch.

Mit der Mahnwache protestieren die Beamtinnen und Beamten der kommunalen Berufsfeuerwehren gegen ihre Benachteiligung im Zusammenhang mit der Erhöhung der Erschwerniszulagen und der Nichtberücksichtigung bei der Gewährung von Zusatzurlaub für geleisteten Nachtdienst.

Die kommunalen Berufsfeuerwehren erfüllen Aufgaben, die zu besonderen Erschwernissen und Gefahren für die Beschäftigten führen. Neben der offensichtlichen Brandbekämpfung spielen hier auch die Hilfeleistungen z. B. im Bereich von Wetterschäden, häuslichen Notfällen, Infrastrukturschäden, Großschadensfällen und Unfallsicherung eine erhebliche Rolle.

Weiterhin die größte Belastung ist allerdings der Rettungsdienst, der gerade nachts auch besonders körperlich und geistig anspruchsvolle Situationen hervorbringt. Neben Krankentransporten zählen hier vor allem die Notfallrettungen zu den Grenzerfahrungen im Alltag der Feuerwehrleute.

Der gerade überstandene Orkan „Friederike“ hat gezeigt, wie wichtig die Arbeit der Beamtinnen und Beamten bei den kommunalen Berufsfeuerwehren im Land für den Fortbestand der Infrastruktur ist. Quelle: verdi.nord



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