(rtn) Premiere für Gemeindewehrführer Gerd-Heinrich Riemann: Erstmalig eröffnete dieser die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reinfeld und konnte auf ein Rekordjahr zurückblicken.
Es war die erste Jahreshauptversammlung, die Riemann als Chef der Reinfelder Wehr am vergangenen Freitagabend leitete. Direkt zu Beginn der Versammlung, blickte er auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Das einsatzreichste Jahr in der 139- jährigen Geschichte der Wehr überhaupt. „Wieder einmal“ sollte man denken, denn bereits in den drei Jahren zuvor, wurde die Einsatzzahl jeweils übertroffen.


Zu insgesamt 269 Einsätzen wurden die Reinfelder Blauröcke im Jahr 2017 gerufen. Dies bedeutet ein Plus von 47 Einsätzen (+ 21%) gegenüber 2016. Verglichen mit dem Einsatzaufkommen von vor zehn Jahren bedeutet es sogar ein Plus von 167 Einsätzen (+ 164%). „Man kann sich vorstellen, bei welchen Einsatzzahlen wir uns in den nächsten zehn Jahren befinden werden“ resümierte der stellv. Gemeindewehrführer, Marco Mess, in seinem Teil des Jahresberichts. Mess wurde im vergangenen Jahr auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit zum Stellvertreter Riemanns gewählt, nachdem dessen Position durch sein Aufrücken an die Spitze der Feuerwehr vakant geworden war.
Über die hohe Einsatzbelastung hinaus, wurde eine Vielzahl von Übungen und Sonderdiensten, sowie kulturellen Veranstaltungen geleistet. Alleine der Feuerwehrball im Januar eines jeden Jahres, sorgt für eine Woche voller Arbeitsstunden bei allen Mitglieder.
Doch den beiden Reinfelder Wehrführern wird nicht bange: Mit der Übernahme von drei Feuerwehrmannanwärtern und einer Anwärterin, unterstützen gleich vier zusätzliche Kameraden die 75 Kräfte zählende Einsatzabteilung. Ein starker Personalbestand, der durch Mitglieder aus Ehren- und Jugendabteilung auf insgesamt 129 Mitglieder wächst. Hinzu zählen außerdem die Mitglieder der Big Band.


Dennoch „handelt es sich bei dem derzeitig guten Stand des Personals, lediglich um eine Momentaufnahme“ mahnt Malte Siemers, Fachwart im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Neue Mitglieder sind in Reinfeld herzlich willkommen, denn „die Motivation weitere Mitglieder aus der Bevölkerung für die Feuerwehr zu begeistern, ist ungebrochen stark und notwendig. Gerne auch zu einer passiven Mitgliedschaft in unserem Förderverein“, so Siemers weiter.


Auch aufgrund der stetig wachsenden Personalsituation, wird der Ruf nach einer DIN- gerechten, zeitgemäßen und langfristig nutzbaren Feuerwache lauter denn je. Denn die Feuerwehr platzt aus allen Nähten: Eigene Spinde, ausreichende Sozial- und Sanitärräume und vor allem sichere Verkehrswege sind Fehlanzeige. Seit vielen Jahren erhält die Stadtverwaltung in regelmäßigen Abständen Mahnungen der Feuerwehrunfallkasse. Passiert ist bisher wenig. „Außer Planungsvorbereitungen [ist] keine akute Bauplanung erfolgt“, sagte Riemann.


Doch das soll sich nun ändern. Der Gemeindewehrführer konnte in seinem Jahresbericht verkünden, dass die Stadtvertretung für das Jahr 2018 bereits einen Ansatz in Höhe von 3,6 Mio. Euro für den Neubau veranschlagt hat. Kurzfristig sollen deshalb die Ausschreibungsunterlagen fertig gestellt und veröffentlicht werden, sodass mit einer Vergabe des Bauvorhabens im Herbst dieses Jahres zu rechnen ist. Im März 2019 soll dann endlich der Bagger rollen.


Reinfelds Bürgermeister, Heiko Gerstmann, hatte bereits in seinem Grußwort an die anwesenden Kameraden und Gäste Grund zur Hoffnung gegeben. Auch seitens der Verwaltung sei es der Wunsch und das ausgesprochene Ziel, zu diesem Zeitpunkt mit den Arbeiten zu beginnen. Für den Zeitraum der Arbeiten müssen Mannschaft und Gerät jedoch an einem Interimsstandort untergebracht werden. Derzeit erscheint ein freies Mietgrundstück im Bereich Mahlmannstraße hierfür als geeignet. Explizit lobte der Bürgermeister die ehrenamtliche Vorarbeit seitens des Kameraden Martin Hoffmann, der in vielen Stunden Planungsarbeit eine vorläufige Nutzungs- und Raumplanung mitsamt Kostenschätzung, quasi im Alleingang, erarbeitete. Sie wurde Anfang des Jahres der Verwaltung übergeben und soll als Gesprächsgrundlage für die Erstellung der Interimswache dienen.


Darüber hinaus würdigte Gerstmann die hohe Einsatzbereitschaft der Reinfelder Kameraden und warbfür eine weiterhin gute Zusammenarbeit bei der Verbesserung von Belangen der Feuerwehr. Hierzu tausche er sich bereits regelmäßig mit Wehrführer Riemann aus.


Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete Kassenwart Dirk Siebler an die Wehr. Einnahmen und Ausgaben stünden im Einklang mit den geplanten Ergebnissen und ermöglichten auch weiterhin ein solides wirtschaften. Daher war es auch keine Überraschung, dass die Finanzplanung für 2018 einstimmig von der Wehr genehmigt wurde. Beide Kassenprüfer konnten das präsentierte Zahlenwerk ohne Einwände bestätigen und gleichzeitig, die ebenfalls einstimmige, Entlastung des Wehrvorstandes vermerken.


Im direkten Anschluss wurde Dennis Gerber zum stellvertretenden Gruppenführer der zweiten Löschgruppe gewählt.


Geehrt wurde Löschmeister Bruno Mess mit dem deutschen Brandschutzehrenzeichen in Silber für seine 25- jährige Einsatzdienstzeit.


Fünf weitere Mitglieder feierten insgesamt 160 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit: Torben Kiesow und Lars Meßer je zehn Jahre, Carsten Rauschenberg 30 Jahre, Karl-Heinz Vagt 50 Jahre und Claus Vick sogar sein 60- jähriges Jubiläum.


Das Jahr der Feuerwehr Reinfeld in Zahlen: Einsatzstatistik:
Gesamt: 269
Brandeinsätze (31, davon 28 Kleinbrände, 2 Mittelbrände, 1 Großbrand) technische Hilfe (74, davon 33 unwetterbedingte)
Sonstige (3)
First Responder (136)
Fehlalarme (25)
Aus- und Fortbildungen:
Brandschutzübungen (23) Gefahrgutübungen (11)
First- Responder Übungen (12) Fortbildungungen für Führungskräfte (3) Ausbildung zur Führungsunterstützung (4) Atemschutznotfalltrainings (1)
Zzgl. Ausbildung auf Kreis- und Landesebene (Insgesamt 89 besuchte Lehrgangsplätze)
Beförderungen:
Feuerwehrfrau/ -mann (4) Oberfeuerwehrfrau/ -mann (5) Hauptfeuerwehrmann (3, davon 1 HFM3) Oberlöschmeister (2)
Brandmeister (1, Feuerwehrarzt) Quelle und Fotos: FF Reinfeld



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