(rtn) Jetzt ist es offiziell. Landrat Dr. Henning Görtz hat am Montagabend in der Kreisfeuerwehrzentrale Nütschau die neue Bereitschaftsführung des Löschzuges Gefahrgut Stormarn (LZ-G) berufen und vor der angetretenen Einheit die entsprechenden Urkunden an Matthias Stark und Dennis Langhoff überreicht.


In Anwesenheit von Kreisbrandmeister Gerd Riemann und Andreas Rehberg, Leiter Fachbereich Sicherheit und Gefahrenabwehr, Integrierte Regionalleitstelle Süd, wurde Matthias Stark aus Badendorf als neuer Leiter des LZ-G berufen. Matthias Stark ist in seiner Heimatwehr Badendorf Wehrführer und war zuletzt beim LZ-G stellvertretender Bereitschaftsführer.

Damit wurde auch die Nachbesetzung des stellvertretenden Bereitschaftsführers notwendig. Diese Funktion wird nun Dennis Langhoff aus Reinfeld übernehmen. Dennis Langhoff war zuletzt Zugführer beim LZ-G.

Zugführer wurden Michael Mc Laren und Torben Struck, Philip Krispin und Leif Brünslow sind neue Gruppenführer des LZG und erhielten die ensprechenden Urkunden von Kreisbrandmeister Gerd Riemann überreicht.

Der Löschzug Gefahrgut ist eine Einrichtung des Katastrophenschutzes und wird vom Kreis Stormarn aufgestellt und unterhalten. Die dort tätigen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden üben diese Tätigkeit neben ihrer eigentlichen Tätigkeit als freiwillige Feuerwehrleute aus. Der LZ-G ist hauptsächlich bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Nütschau untergebracht. Um eine schnelle Ausrück- und Ankunfstzeit an der Einsatzstelle sicherzustellen ist der LZ-G mit seinen elf Einsatzfahrzeugen dezentral im Kreisgebiet stationiert, dabei sind sechs Fahrzeuge in Nütschau, sowie jeweils ein Fahrzeug bei den Freiwilligen Feuerwehren in Reinfeld, Bargteheide, Trittau, Glinde und Hoisdorf stationiert.

Derzeit besteht die Bereitschaft aus 61 ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden unterschiedlicher Feuerwehren des Kreiss. Die vielfältigen Aufgabenim LZ-G erfordern ein hohes fachspezifisches Wissen und eine entsprechende Ausbildung. Dieses Wisse müssen sich die Kameraden zusätzlich neben ihrem Dienst in ihrer Heimatwehr aneignen. Neben den Lehrgängen Atemschutzgeräteträger und ABC-Einsatz, die vom Kreisfeuerwehrverband durchgeführt werden, sind weitere Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein zu absolvieren: ABC-Erkundung, ABC-Dekontamination, Führen im ABC-Einsatz I und II.

Die Führungseinheit:
Die Führungsgruppe besetzt das ELW sowie den Kommandowagen und übernimmt die Einsatzabschnittsleitung des LZ-G im Einsatzfall. Die Gesamteinsatzleitung wird jedoch nicht vom LZ-G übernommen, sie verbleibt beim Wehrführer. Sie hält die Kommunikationverbindung aufrecht, führt die Einsatzdokumentation durch und ist für Recherchen zuständig. Lagebesprechungen und die Koordination der eingesetzten Kräfte wird ebenfalls vom ELW aus durchgeführt.

Der Einsatzzug 1:
Die Einsatzzug 1 wird an einer Einsatzstelle im unmittelbaren Gefahrenbereich tätig. Im Gefahrenbereich werden die Kameradinnen und Kameraden bei Bedarf unter spezieller Schutzbekleidung (Chemikalien-, Kontaminations- oder Infektionsschutzanzug) tätig. Nach Auswertung der Erkundungsergebnisse werden Maßnahmen festgelegt, die zu einer Verhinderung der Schadensausweitung führen, wie z.B. Auffangen, Abdichten, Umpumpen usw.

Die Einsatzfahrzeuge des Einsatzzuges 1 (Gerätewagen- Gefahrgut, zwei Reaktorerkunder, ABC-Erkundungskraftwagen und ein Mehrzweckfahrzeug) bringen dabei von ihren dezentralen Standorten Mannschaft und Gerät zum Einsatzort. Auf Anforderung der örtlichen Einsatzleitung kann bei einer unklaren Lage nur ein Teil des Einsatzzuges 1 alarmiert werden, z.B. für Rauchgasmessungen. Bei Bedarf wird der Zug 1 durch den Einsatzzug 2 personell unterstützt.

Der Einsatzzug 2:
Der Einsatzzug II ist für die Dekontamination der Einsätzkräfte, betroffener Zivilpersonen sowie für Geräte, Fahrzeuge und Gelände zuständig, er führt bei atomaren und chemischen Unfällen Messungen außerhalb des Gefahrenbereiches durch und stellt die Versorgung des LZ-G mit Verbrauchsgütern sicher. Außerdem stellt er bei Bedarf das Ablösepersonal des Einsatzzug I.

Es stehen hierfür fünf Fahrzeuge (Gerätewagen- Dekontamination, Gerätewagen Logistik, Dekontaminationsfahrzeug Personen und Mehrzweckfahrzeug) sowie ein Rettungsboot zur Verfügung.

 

Im Jahr 2016 rückte der LZ-G zu 43 Einsätzen aus, im Jahr 2017 waren die Spezialisten des LZ-G bei 35 Einsätzen gefragt und im laufenden Jahr 2018 wurden bisher zehn Einsätze notiert.



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